ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
06028
Projekttitel
Moderation technische Arbeitsgruppe Raumkonzept Schweiz

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Moderation von Sitzungen der technischen Arbeitsgruppe zum Raumkonzept Schweiz

Moderation von Foren im Rahmen der Arbeiten am Raumkonzept Schweiz

EPFL ENAC INTER CEAT, Michèle Tranda-Pittion, Lausanne

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Grundzüge der Raumordnung Schweiz von 1996 befinden sich in Überarbeitung. Vertreter des Bundes, der Kantone, der Städte und Gemeinden haben dazu am
11. Mai 2006 eine Vereinbarung zur gemeinsamen Erarbeitung eines Raumkonzeptes Schweiz unterzeichnet. Dieses soll Zielvorgaben und Leitlinien zur zukünftigen räumlichen Entwicklung unseres Landes enthalten. Damit dieses Ziel erreicht wird, muss das Raumkonzept Schweiz auf Ebene Bund, Kantone, Städte und Gemeinden, wie auch in der Wirtschaft und Zivilgesellschaft verankert werden. Die Vereinbarung der Partner sieht deshalb eine technische Arbeitsgruppe und eine politische Begleitgruppe vor.

Nebst den Spezialisten und Politikern können weitere Interessierte ihre Vorstellungen in den Gestaltungsprozess einbringen. Dazu werden in der Schweiz neun Foren mit je rund 100 Teilnehmern durchgeführt.

Projektziele
(Deutsch)

Gemäss der Vereinbarung zur gemeinsamen Erarbeitung eines Raumkonzeptes Schweiz erarbeitet die technische Arbeitsgruppe in verschiedenen Arbeitsphasen zu vier Punkten Stellungnahmen zuhanden der politischen Begleitgruppe:

a) Einigung über die Lagebeurteilung

b) Einigung über den Bezugsrahmen der nachhaltigen Entwicklung

c) Raumkonzept

d) Politische Verankerung inkl. Öffentlichkeitsarbeit (Umsetzung)

Diese Sitzungen der technischen Arbeitsgruppe werden von externen Moderatorinnen geleitet.

Mit der Durchführung der Foren wird das Raumkonzept in den verschiedenen Regionen der Schweiz breit abgestützt. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, in einer ersten Phase ein Bild der eigenen Region zu erarbeiten und für das Raumkonzept Schweiz relevante Themen zu beleuchten. Die Resultate der Foren werden ausgewertet und bei den Arbeiten am Raumkonzept Schweiz möglichst berücksichtigt. In einer zweiten Phase können die Teilnehmer zum Entwurf des Raumkonzeptes Stellung nehmen.

Abstract
(Deutsch)

Am 11. Mai 2006 vereinbarten die drei Staatsebenen, vertreten durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), die Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK), den Schweizerischen Städteverband (SSV) und den Schweizerischen Gemeindeverband (SGV), zusammen ein Raumkonzept Schweiz zu erarbeiten. Ziel war, ein Dokument zu formulieren, das ihnen als  Bezugspunkt für ihre jeweilige Politik und als Leitfaden für Wirtschaftsakteure und die Zivilgesellschaft dienen sollte. Das Raumkonzept sollte zu einer nachhaltigeren Raumentwicklung führen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz stärkt, den Zusammenhalt der Landesteile und einen sparsamen Umgang mit der knappen Ressource Boden fördert .

Zur Erarbeitung des Raumkonzeptes Schweiz wurden eine technische Arbeitsgruppe und eine politische Begleitgruppe je mit Vertretern und Vertreterinnen der drei Staatsebenen gebildet. Die Partner der Vereinbarung nominierten die Mitglieder der beiden Gruppen. Die technische Arbeitsgruppe, die sich seit Oktober 2006 mehrmals pro Jahr zu ein- bis zweitägigen Workshops traf, diskutierte vom ARE unterbreitete Vorschläge für das Raumkonzept und erarbeitete Stellungnahmen zuhanden der politischen Begleitgruppe. Die politische Begleitgruppe diskutierte und verabschiedete die Resultate der verschiedenen Arbeitsphasen.

Damit das Raumkonzept Schweiz nicht allein die Angelegenheit von Spezialisten und Politikern blieb, wurden 2007 und 2008 in verschiedenen Regionen der Schweiz an Foren jeweils rund 50 bis 80 regionale Wissens- und EntscheidungsträgerInnen dazu ermuntert, ihre Vorstellungen in den Gestaltungsprozess einzubringen. Diese Foren dienten als Bindeglied zwischen der politischen Begleitgruppe beziehungsweise der technischen Arbeitsgruppe und einer breiteren Öffentlichkeit.

2009 bis Ende 2010 wurde das Raumkonzept mehrfach substanziell überarbeitet. Am 30.08. 2010 verabschiedete die politische Begleitgruppe schliesslich das „Raumkonzept. Entwurf für die tripartite Konsultation“. Es folgten der Druck im Herbst und die Veröffentlichung mit Medienkonferenz am 21.01.2011. Gleichzeitig wurde der Entwurf in eine breite öffentliche Konsultation geschickt.

Der am 21.01.2011 publizierte Entwurf des Raumkonzepts knüpft an die „Grundzüge der Raumordnung Schweiz“ von 1996 an und präsentiert Ziele, Strategien und Empfehlungen an die drei Staatsebenen für eine nachhaltige Nutzung des knappen Guts Boden und anderer Ressourcen der Schweiz. Das Raumkonzept ist dabei als politische Grundlage sowie als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die raumplanerischen Aktivitäten auf allen drei Staatsebenen konzipiert. Es ist jedoch kein Konzept nach Ar. 13 RPG und somit juristisch unverbindlich.

Aufgrund der Rückmeldungen aus der Konsultation ist im Sommerhalbjahr 2011 geplant, das Raumkonzept in bewährter tripartiter Zusammenarbeit zu überarbeiten. 

Die für das Projekt 06028 zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel wurden für die Konzeption, Organisation und Moderation der Foren, für die Moderation der Sitzungen der technischen Arbeitsgruppe, für die Konzeption und Erstellung der geografisch-strategischen Karten, für Übersetzungen, für die Fotografien und das Layout  des Raumkonzepts sowie der dazu gehörigen Begleitmaterialien verwendet.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
---