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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
F222-1128
Projekttitel
Adverse Effekte von Selektiven Serotonin Wiederaufnahme Inhibitoren (SSRI)

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Humanpharmaka

Oberflächengewässern

Psychopharmaka

Neurotransmittersysteme

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Zu den Humanpharmaka, die sich vermehrt in der Umwelt, besonders in Oberflächengewässern, finden lassen, gehört auch eine Gruppe von Psychopharmaka, die Selektiven Serotonin Release Inhibitoren (SSRI), zB Fluoxetin® und Fluvoxamin®. Diese Stoffe greifen in das serotonerge System ein – einem der phylogenetisch ältesten Neurotransmittersysteme – und somit besteht die Möglichkeit, dass SSRIs im Wasser auch in die komplexe Regulation des endokrinen Systems von Nicht-Ziel-Organismen eingreifen. Erste Untersuchungen (siehe Vertrag Nr. 2004.H.06) zeigte, dass diese Substanzen zwar für Fische nicht akut toxisch sind, aber möglicherweise Malformationen auslösen können sowie Verhaltensänderungen bewirken. Die weiterführenden Untersuchungen sollen zu einem besseren Verständnis der Serotoninfunktion in der Eireifung von Fischen führen und somit einen verbesserten mechanistischen Einblick in die möglicherweise adversen Effekte von SSRI in der aquatischen Umwelt erlauben.

Diese Resultate sollen dazu beitragen eine Strategie zur Verminderung/Vermeidung der Belastung mit Arzneimitteln auszuarbeiten.

Projektziele
(Deutsch)
Erste immunhistologische Untersuchungen von Zebrafisch Oozyten haben ergeben, dass Serotonin in Eifollikeln (Oozyte umgeben von Theka- und Granulosazellen = Follikel) nachzuweisen ist. Wie der kürzlich erstellte immunohistochemische Nachweis von Serotonin in geschlechtsreifen Zebrafischweibchen zeigte, folgt die Verteilung von Serotonin in den Follikeln einem sehr spezifischen Muster: während in den frühen Stadien der Oozytenreifung (perinukleoläres bis cortical alveoläres Follikel-Stadium) kein Serotonin nachzuweisen war, konnte es in frühen vitellogeninen Follikeln, sowohl in peripheren Vitellogenintröpfchen, als auch in der Perivitellin-Membran und den Theka- und Granulosazellen nachgewiesen werden. In späteren Stadien der Oozytenreifung ist Serotonin in der Perivitellin-Membran und den Theka- und Granulosazellen nicht mehr nachzuweisen, während Serotonin in peripheren und medullären Vitellogenintröpfchen in geringen Mengen noch zu finden ist. Insgesamt scheint der Gehalt an Serotonin mit voranschreitender Oozytenreifung progressiv abzunehmen. Diese ersten Ergebnisse deuten auf eine mögliche Beteiligung von Serotonin an der Eireifung von Fischen, genauer an der Vitellogeninaufnahme in die Oozyten, hin. Anhand von Versuchen zur Erhöhung des Serotoninspiegels mittels Exposition gegenüber SSRIs, bzw. der Verminderung des Serotoninspiegels durch Hemmung der Serotoninsynthese (Hemmung der Tryptophanhydroxylase) soll die Funktion von Serotonin bei der Eireifung untersucht werden.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Ist abgeschlossen