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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
F402-0949
Projekttitel
Projekt "Phytoöstrogene im Drainagewasser“

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Phytoöstrogenen

aquatische Systeme

Isoflavonoide

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die schiere Menge an natürlich vorkommenden Phytoöstrogenen auf unseren Landwirtschaftsflächen verlangt nach Abklärungen bezüglich des möglichen Eintrags dieser Verbindungen in aquatische Systeme. Besondere Beachtung verdienen in diesem Zusammenhang die Isoflavonoide (natürliche Phytoöstrogene), deren Menge im Rotklee des Natur- und Kunstfutterbaues grob auf 2.5 kg/ha geschätzt wird. Unbekannt ist, welcher Anteil dieser Phytoöstrogene auf Grasland freigesetzt wird und damit in die Umwelt gelangt. Es ist denkbar, dass durch verschiedene Prozesse wie Schädigung bei Schnitt, Hagel, Frost oder beim Abbau von Ernteresten solche Isoflavonoide freigesetzt werden. Auch wenn nur Bruchteile der Gesamtmenge mobilisiert werden, könnte dies zu einem signifikanten Eintrag dieser Substanzen in die Gewässer führen.

Im Rahmen dieses Projektes wird die Mobilisation von Isoflavonoiden aus landwirtschaftlichen Flächen untersucht. Diese Vorversuche sollen wichtige erste Hinweise über die Relevanz dieser Phytoöstrogene geben und stellen somit eine sehr wertvolle Ergänzung dar zum laufenden Forschungsvorhaben NFP 50 „Hormonaktive Stoffe“. Diese Stoffgruppe wird in Rahmen des NFP 50 nicht untersucht.
Projektziele
(Deutsch)

Die auszuführenden Arbeiten richten sich nach dem Projektantrag vom 2.Oktober 2006.

In einem Vorversuch soll der Eintrag von Isoflavonoiden aus einer Kunstwiese in Drainagewasser untersucht werden, um erste Hinweise über die Umweltrelevanz dieser Phytoöstrogene zu erhalten. Folgende Leistungen werden durch das Projekt erbracht:

1. Entwicklung einer semiquantitativen spurenanalytischen Methode für verschiedene Isoflavonoide.

2. Emissionsstudie von einem drainierten Versuchsfeld auf dem ART-Versuchsareal:

· 9-monatige Bewirtschaftung des Feldes als Kunstwiese mit hohem Mattenkleeanteil.

· Analyse von Drainagewasser über den Zeitraum der Kunstwiesen-Zwischenfrucht.

3. Frachtrechnungen, erste Massenbilanzierung, Beurteilung der Umweltrisikos für Gewässerschutz, Berichterstattung und Empfehlungen für künftige Forschungsaktivitäten