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Forschungsstelle
ART (FAL)
Projektnummer
04.13.3.5
Projekttitel
Untersuchungsmethodik zur Erfassung von Fusarien und Mykotoxinen bei Mais
Projekttitel Englisch
Fusaria on maize
Kurztitel
Fusarien bei Mais

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
Fusarium, mycotoxin, maize, organic farming, methods
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Anfragen und Berichte aus Praxis und Wissenschaft zeigen, dass bei Mais und Maisprodukten mit einem erheb­lichen Fusarium-Infektionsrisiko und folglich einer Mykotoxin-Belastung zu rechnen ist (Stängel- und Kolben­fäule). Im Gegensatz zu Weizen und anderen Getreidearten gibt es im Europäischen Raum wenig repräsentative Untersuchun­gen über das Auftreten und die Bedeutung von Fusarien bei Mais und den Einfluss von Anbaufaktoren auf Myko­toxin-Kontaminationen. Entsprechende Untersuchungen sowie Empfehlungen zur Risikobegrenzung werden jedoch von der Getreidebranche (z.B. swissgranum & Vereinigung der Futtermittelfabrikanten) massiv gefordert. Zudem hat das Thema Fusarien und Mykotoxine bei Mais mit der Änderung der EG-Verordnung (Nr. 466/2001) über Fusarientoxine vom 6. Juni 2005 und mit der für 2007 geplanten Einführung von Höchstmengen für DON, ZEA und Fumonisine bei Speisemais an zusätzlicher Brisanz gewonnen.

 

Die Untersuchungsmethodik von Weizen kann nicht auf Mais übertragen werden und muss daher zuerst entwickelt und optimiert werden: Da bei Mais vermutlich andere bzw. weitere Fusarium-Arten und damit andere Toxin­grup­pen vorherrschen, sind für die Diagnose und Analyse erweiterte Kenntnisse nötig. Für die visuelle Beurteilung von Kolben- und Stängelbefall sowie für die Abklärung der Beziehungen zwischen Symptombild und Ursachen (inkl. Einfluss von Verletzungen durch Maiszünsler u.a.m) müssen geeignete Methoden entwickelt und evaluiert werden. Erste Bonituren aus unseren Vorversuchen zeigen, dass die Erfassung des Fusarium-Komplexes bei Mais im Ver­gleich zu den anderen Getreidearten noch anspruchsvoller ist. Für die Erarbeitung dieser Grundlagen inkl. Litera­turarbeit und Kontaktaufnahme mit Spezialisten, Fusarien-Identifikation, der Auswertung von ersten Beprobun­gen sowie der Ausarbeitung eines konkreten Projektvorschlages wird mindestens ein Jahr benötigt.

Projektziele
(Deutsch)
Das erwähnte Projekt wird einen Grundstein zur Abklärung der Bedeutung von Fusarien und Mykotoxinen bei Mais in der Schweiz legen. Nach Abschluss des Projekts werden eine Literaturstudie sowie Methoden zur repräsentativen Beprobung, Erfassung der vorliegenden Fusarien-Arten und Analyse der damit assoziierten Mykotoxine vorliegen. Diese Grundlagen sind die Voraussetzung für eine wissenschaftlich korrekte Bearbeitung des Mais-Fusarium-Komplexes. Sie dienen der Ausarbeitung eines fundierten weiterführenden Forschungsprojekts, mit dem - gemeinsam mit Vertretern der landwirtschaftlichen Beratung und der Getreidebranche - ein gezieltes Monitoring von Fusarien und Mykotoxinen in Mais durchgeführt werden kann. Ein solches Monitoring ist die Basis für die Abklärung der Bedeutung von Fusarien und Mykotoxinen in Mais. Es wird dazu beitragen, Risiken und Faktoren für Fusarienbefall und Mykotoxinbelastungen bei Mais zu erkennen und diese zu quantifizieren. Mit Forschungsarbeiten, die auf dem vorliegenden Projekt aufbauen, können somit neben Grundlagen über die Epidemiologie toxigener Fusarium-Arten bei Mais auch Anbau-Empfehlungen zur Vermeidung des Befalls erarbeitet werden. Mit Fusarien infizierte Maisrückstände stellen eine bedeutende Inokulumquelle für nachfolgende Weizenbestände dar. Neue Erkenntnisse über Fusarienbefall bei Mais können deshalb zusätzliche Hinweise zu Befallsfaktoren bei Weizen liefern.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Für spezifische Informationen kontaktieren Sie bitte die angegebene Person.
Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Liste bitte bei der Projektleiterin verlangen.

Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Deutsch)

 

1.       Literaturarbeit & Kontaktaufnahme mit Spezialisten (inkl. Gastaufenthalt in externem Labor)

2.       Auswertung von ersten Vorversuchen (Ernte 2005: Material aus Sortenversuchen FAL [M. Menzi] sowie von Matthias Müller, AG und Wolfgang Sturny, BE)

3.       Erarbeitung und Evaluierung von Methoden
- zur repräsentativen Probennahme im Feld (Kolben, Stängel) und von geerntetem Material
- zur repräsentativen Evaluation von Kolben- und Stängelfäule im Feld und nach der Ernte
- für einen Gesundheitstest von Körner- und Stängelmaterial sowie zur Identifikation der wichtigsten
  Fusarium-Arten auf Mais

4.       Erste Mykotoxin-Analysen von Kolben- und Stängelmaterial; Adaption der Analytik für Mais

5.       Beschreibung der Methoden

6.       Kontaktaufnahme mit Kollegen der Getreidebranche bezüglich eines gemeinsamen Projektes

7.    Ausarbeitung Projektvorschlag