Wissen ist eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung. 'Mit Wissen Armut bekämpfen' heisst, den Benachteiligten Zugang zu Wissen und Information zu verschaffen und diese zu nutzen, sowie ihnen zu ermöglichen, ihre Entwicklungs- und Transitionsprobleme eigenständig zu erforschen und anzugehen.
Das Programm 'Echanges Universitaires' erlaubt gegenseitige Besuche von Wissenschafter/Innen aus der Schweiz und/oder solchen aus einem Entwicklungs- oder Transitionsland, zwecks gemeinsamer Bearbeitung eines entwicklungsrelevanten wissenschaftlichen Themas. Unterstützt werden auch Ausbildungsaktivitäten, im Sinne eines 'Training of Trainers'. Dadurch wird die Fachkompetenz der Beteiligten gestärkt, sowie entwicklungsrelevantes Wissen generiert. Die einzelnen Aktionen werden mit Beiträgen bis maximal CHF 20'000.— unterstützt, welche höchstens 2/3 der Gesamtkosten abdecken.
Der wissenschaftliche Austausch hat zum Ziel, durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Forschenden und weiteren Akteuren des Südens und Ostens diese zu stärken, entwicklungsrelevantes Wissen zu generieren und Schweizer Wissenschafter für Südfragen zu sensibilisieren, deren Kompetenz in Süd-Belangen zu stärken.
Die Kreditlinie 'zur Förderung wissenschaftlicher Kontakte und des Austauschs zwischen Forschungs- und Lehrinstitutionen zwischen Schweizer Wissenschafter/Innen sowie wissenschaftlichen Institutionen in Entwicklungs- und Transitionsländern' (das sogenannte Programm 'Echanges Universitaires') besteht seit 1983. Bis ins Jahr 2000 wurde 'Echanges Universitaires' von der DEZA abgewickelt, ab 2001 der Schweizerischen Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern (KFPE) zur Durchführung übertragen.
Durch die Auslagerung an die KFPE erfolgte, nebst der Entlastung des Forschungsdesks, eine verbesserte Bekanntmachung und somit breitere Abstützung in der schweizerischen Forschungslandschaft.
Von 1983 bis 2001 wurden insgesamt 225 Einzelaktionen bewilligt, mit einem Gesamtbetrag von CHF 2.5Mio. Demgegenüber stehen 128 Gesuche in den Jahren 2002-2005 d.h. 32/Jahr. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage wurden die Mittel bereits in der Phase 1 – 7F-00828.01 (effektive Phase 9) erhöht. Seit der Auslagerung an die KFPE ist die Nachfrage, aufgrund breiter Informationstätigkeit, weiterhin gestiegen; zudem ist zu erwarten, dass in Zukunft vermehrt Anträge der Schweizerischen Fachhochschulen eintreffen.
Der vorliegende Antrag betrifft die Weiterführung des Programms für die Phase 1.3.2006 - 28.2.2009 mit einem Budget von CHF 1,2 Mio.