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Forschungsstelle
DEZA
Projektnummer
7f-03032.02
Projekttitel
ICHRP- International Council on Human Rights Policy
Projekttitel Englisch
ICHRP- International Council on Human Rights Policy

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

ICHPR
Human Rights
Gouvernanz

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Der International Council on Human Rights Policy (ICHRP), ein Forschungsforum, in dem ExpertInnen aus dem Süden und Norden vertreten sind, erarbeitet Studien zu für Gouvernanzfragen relevanten Themen. Dabei wird vom internationalen Menschenrechtsrahmen ausgegangen. Die interdisziplinäre und praxisoriente Forschung basiert auf Länderstudien und resultiert in Politikempfehlungen für Policy-makers auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Die Sektion Governance arbeitet seit 2003 mit dem International Council on Human Rights Policies, einer 1998 gegründeten unabhängigen Stiftung nach schweizerischem Recht mit Sitz in Genf, zusammen. In der ersten Phase (2003 – 2005, Beitrag von insgesamt CHF 450'000.-) wurden Projekte im Bereich Local Governance and Human Rights, sowie Zugang zu Menschenrechten für marginalisierte Menschen und Menschenrechte und Armutsreduktion mitfinanziert. Diese Studien sind auch für DEZA-Gouvernanz-Anliegen von grossem Interesse. Die Resultate wurden intern diskutiert und sollen im Rahmen der Umsetzung der neuen DEZA Menschenrechts-Politik vertieft genutzt werden. Zudem hat eine unabhängige, von SIDA und der Ford Foundation in Auftrag gegebene Evaluation die hohe Qualität der Arbeit des ICHRP bestätigt sowie Verbesserungsvorschläge, bezüglich Vertiefung und Verbreitung der Studien gemacht, die auch der Einschätzung der DEZA entsprechen. ICHRP hat in der neuen Planung (ab 2005) diesen Empfehlungen strukturell und inhaltlich Rechnung getragen.

Die Zusammenarbeit soll in einer 2. Phase (2006-2008) fortgesetzt werden. Schwerpunktmässig soll sich die Unterstützung auf den Follow up bzw. die Fertigstellung der drei oben genannten Studien sowie auf die Erarbeitung einer neuen Studie im Bereich Traditional Authorities and Human Rights (Umgang mit nicht-staatlichen Akteuren) konzentrieren. Basierend auf den guten Erfahrungen und der leichten Umorientierung der ICHRP-Planung unterstützt die DEZA ICHRP mit einem Core-Beitrag in der Höhe von  CHF 450'000.- für drei Jahre. Dieser Beitrag soll leicht ge-earmarked werden, indem die DEZA ihr klares Interesse am Themenbereich Armutsbekämpfung, Entwicklung und Menschenrechte ausdrückt.

Projektziele
(Deutsch)

Ziel von ICHRP ist es, praktikable Politiken zu formulieren, die die Realisierung und den Schutz der Menschenrechte fördern. Mit seinen Aktivitäten regt der ICHRP den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Nicht-Regierungs-, Regierungs- sowie Multilateralen Institutionen an. Diese Politiken sollen dazu beitragen, dass Grundprinzipien der Menschenrechte wie Nicht-Diskriminierung und gleichberechtigte Teilhabe und Zugang zu Ressourcen und Entscheidprozessen von armen Menschen sowie die Fähigkeit von gouvernmentalen Institutionen, diese Rechte besser zu schützen und zu erfüllen, im Rahmen von Reformen gestärkt werden.

 

Ziel der Zusammenarbeit aus Sicht der DEZA ist es,
- einen Beitrag zur internationalen Diskussion und zum Policymaking in diesem Bereich zu leisten als Teil der Umsetzung der neuen Menschenrechts-Politik und Gouvernanzanliegen

- direkt von der Arbeit des ICHRP für DEZA Anliegen (operationeller Support, Strategie-Entwicklung, internationale Vernetzung) im Bereich Menschenrechte und Armutsreduktion, namentlich auch in der Umsetzung der Menschenrechtspolitik profitieren zu können.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

ICHR hat verschiedene Forschungsprojekte mit Politik-Empfehlungen für Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und Geberagenturen gemacht. Die DEZA hat sich an Projektplanung und Konsultation von Forschungsprojekten im Bereich Menschenrechte und Dezentralisierung (Local Government, Effectiveness and Human Rights) sowie Zugang zu Menschenrechten (Enhancing Access to human rights) und Armutsreduktion und Menschenrechte beteiligt und diese Projekte finanziell unterstützt.

 

In der Beratungs- und Vernetzungsarbeit (Feld und international) sowie bei der Erarbeitung der aktualisierten Menschenrechtspolitik hat die Sektion Gouvernanz inhaltlich und strukturell von der Zusammenarbeit mit dem ICHRP kontinuierlich profitieren können. In der 1. Phase als Potential definierte Aspekte, wie Praxisorientierung, Verbindung von lokaler mit internationaler Expertise, interdisziplinäre Forschung und Konsultationsprozesse, regionaler Ausgleich und gender-balanced Teams haben sich in der praktischen Zusammenarbeit bewährt und wurden durch die von SIDA und der Ford-Foundation in Auftrag gegebene unabhängige Evaluation bestätigt. Die Evaluation bestätigte zudem die hohe Qualität der Arbeit sowie das - auch seitens der DEZA vermutete - Verbesserungspotential bezüglich vertieftem Follow up und gezielterer Verteilung von Forschungs-Ergebnisse und Politikempfehlungen. Dies wiederspiegelt sich in der ICHRP-Planung für 2006 in einer geringeren Anzahl an neuen Forschungsprojekten sowie in einer stärkeren Fokussierung auf Verbreitung von existierenden Projekten sowie Kurzzeitprojekten.