Kinder und Jugendliche haben nicht nur das Recht sich auszudrücken, sondern sie haben auch das Recht, in ihren Anliegen wahr- und ernstgenommen zu werden.
Theater bietet eine Plattform, kreatives Potenzial freizusetzen, zu bündeln und damit soziale Anliegen nach aussen zu tragen.
"Glaube-Liebe Hoffnung", drei in einen engen Zusammenhang gestellte Begriffe, bilden den thematischen Schwerpunkt des Theaterprojektes und der damit verbundenen Forschungsarbeit. Das Projekt wird Mitte Dezember 2004 bis Ende Februar 2005 im Kulturzentrum Djéliya in Bobo Dioulasso, der zweitgrössten Stadt von Burkina Faso in Westafrika realisiert. Die beiden Projektteile stehen in unmittelbarer Beziehung zueinander und umfassen:
A: die praktische Theaterarbeit mit den Jugendlichen und die dazu gehörende thematische Auseinandersetzung mit deren Lebensbedingungen und ihren Beziehungen zum jeweils anderen Geschlecht und damit auch ihrem Umgang mit HIV/AIDS.
B: das Forschungsvorhaben, das Erkenntnisse gewinnen will über:
-die Möglichkeit des Theater in Bezug auf Veränderungsprozesse
-das Verständnis und Verhalten gegebnüber dem anderen Geschlecht
Die Projektidee ist im Austausch mit dem Leiter von Djéliya, Papa Kouyaté entstanden, sie wurde von Jenne Pulver präzisiert und von ihr beschrieben.