1 Ausgangslage und Zielsetzung
Mit der Medizinischen Statistik, die seit 1998 gesamtschweizerisch erhoben wird, steht eine Datenquelle zur Verfügung, welche die von den Spitälern erbrachten stationären und teilstationären Leistungen auf systematische Art und Weise abbildet. Nach einer Konsolidierungsphase in den ersten Durchführungsjahren der Erhebung sind die Daten inzwischen von relativ guter Qualität. Dies zeigt unter anderem die Tatsache bzw. ist die Folge davon, dass die Medizinische Statistik in mehreren Kantonen via Bildung von DRGs zur Fakturierung, Budgetierung und für die Spitalplanung herangezogen wird.
Es stellt sich nun die Frage, ob aus den Angaben der Medizinischen Statistik Hinweise auf die Qualität der Behandlung gewonnen werden können. Dies soll im Sinne einer Pilotstudie anhand von ausgewählten Eingriffen im Bereich der Orthopädie untersucht werden, und zwar unter Berücksichtigung von Mehrfachbehandlungen. In der Orthopädie werden Patienten aus verschiedenen Gründen oft mehrfach operiert. Degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats betreffen häufig mehrere Gelenke, operative Eingriffe sind nicht immer erfolgreich und/oder erfordern mehrere Operationen und Implantate versagen nach einer gewissen Zeit und müssen ersetzt werden.
Die zentrale Frage dieses Projektvorschlages lautet: Worauf lassen sich Folgeoperationen in der Orthopädie zurückführen? Lassen Analysen von Patientendaten aus der medizinischen Statistik der Krankenhäuser Rückschlüsse auf die Qualität einer Behandlung, eines Spitals oder eines Produktes zu?
2.1 Auftragsumschreibung
2.1.1 Vorbereitende Arbeiten
Zu den vorbereitenden Arbeiten gehören eine Literaturrecherche, die Zusammenstellung und Verfügbarmachung der Daten und der Aufbau einer Datenbank.
2.1.2 Analyse der Daten
Deskriptive Analyse der Daten, Untersuchung und Validierung der Qualitätsindikatoren, Anwendung von statistischen Analysen und Verfahren.
2.1.3 Resultate
Die Resultate sollen in Form eines Berichts vorliegen und in Form von elektronischen Dokumenten wie Tabellen und Matrizen.
2.2 Endprodukte/-leistungen (Ausstoss, Output)
Die Resultate sollen in Form eines Berichts vorliegen und ggf. zusätzlich in Form von elektronischen Dokumenten wie Tabellen und Matrizen. Der Bericht wird in der Reihe Experten-/ Forschungsberichte zur Kranken- und Unfallversicherung des BAG in deutscher Sprache publiziert. Bei der Abfassung des Berichts sind die Layoutvorgaben des BAG für die Experten-/ Forschungsberichte einzuhalten.
2.3 Berichterstattung
Neben dem oben erwähnten Bericht sollen über die Resultate der Studie auch wissenschaftliche Publikationen erstellt werden, unter der Voraussetzung, dass die Resultate zur Publikation geeignet sind. Denkbar sind auch Veröffentlichungen im Rahmen von Zeitschriften wie der „Schweizerische Sozialversicherung“ (CHSS) oder dem „BAG Bulletin.“