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Forschungsstelle
BAG
Projektnummer
05.002529
Projekttitel
Ursachen von multiplen orthopädischen Eingriffen in der Schweiz: Daten der medizinischen Statistik der Krankenhäuser als Qualitätsindikatoren

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

· Orthopädie

· Medizinische Statsitik

· Qualitätsindikatoren

· Sozialwissenschaften

· Angewandte

· Wissenschaften (Ingenieurwesen)

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

1                    Ausgangslage und Zielsetzung

Mit der Medizinischen Statistik, die seit 1998 gesamtschweizerisch erhoben wird, steht eine Datenquelle zur Verfügung, welche die von den Spitälern erbrachten stationären und teilstationären Leistungen auf systematische Art und Weise abbildet. Nach einer Konsolidierungsphase in den ersten Durchführungsjahren der Erhebung sind die Daten inzwischen von relativ guter Qualität. Dies zeigt unter anderem die Tatsache bzw. ist die Folge davon, dass die Medizinische Statistik in mehreren Kantonen via Bildung von DRGs zur Fakturierung, Budgetierung und für die Spitalplanung herangezogen wird.

Es stellt sich nun die Frage, ob aus den Angaben der Medizinischen Statistik Hinweise auf die Qualität der Behandlung gewonnen werden können. Dies soll im Sinne einer Pilotstudie anhand von ausgewählten Eingriffen im Bereich der Orthopädie untersucht werden, und zwar unter Berücksichtigung von Mehrfachbehandlungen. In der Orthopädie werden Patienten aus verschiedenen Gründen oft mehrfach operiert. Degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats betreffen häufig mehrere Gelenke, operative Eingriffe sind nicht immer erfolgreich und/oder erfordern mehrere Operationen und Implantate versagen nach einer gewissen Zeit und müssen ersetzt werden.

Die zentrale Frage dieses Projektvorschlages lautet: Worauf lassen sich Folgeoperationen in der Orthopädie zurückführen? Lassen Analysen von Patientendaten aus der medizinischen Statistik der Krankenhäuser Rückschlüsse auf die Qualität einer Behandlung, eines Spitals oder eines Produktes zu?

 

2.1               Auftragsumschreibung

 

2.1.1          Vorbereitende Arbeiten

Zu den vorbereitenden Arbeiten gehören eine Literaturrecherche, die Zusammenstellung und Verfügbarmachung der Daten und der Aufbau einer Datenbank.

 

2.1.2          Analyse der Daten

Deskriptive Analyse der Daten, Untersuchung und Validierung der Qualitätsindikatoren, Anwendung von statistischen Analysen und Verfahren.

 

2.1.3          Resultate

Die Resultate sollen in Form eines Berichts vorliegen und in Form von elektronischen Dokumenten wie Tabellen und Matrizen.

 

2.2               Endprodukte/-leistungen (Ausstoss, Output)

Die Resultate sollen in Form eines Berichts vorliegen und ggf. zusätzlich in Form von elektronischen Dokumenten wie Tabellen und Matrizen. Der Bericht wird in der Reihe Experten-/ Forschungsberichte zur Kranken- und Unfallversicherung des BAG in deutscher Sprache publiziert. Bei der Abfassung des Berichts sind die Layoutvorgaben des BAG für die Experten-/ Forschungsberichte einzuhalten.

 

2.3               Berichterstattung

Neben dem oben erwähnten Bericht sollen über die Resultate der Studie auch wissenschaftliche Publikationen erstellt werden, unter der Voraussetzung, dass die Resultate zur Publikation geeignet sind. Denkbar sind auch Veröffentlichungen im Rahmen von Zeitschriften wie der „Schweizerische Sozialversicherung“ (CHSS) oder dem „BAG Bulletin.“

Projektziele
(Deutsch)

Zielsetzung ist einerseits die Beantwortung der Frage, ob entsprechende Qualitätsindikatoren gebildet werden können und andererseits die Erarbeitung einer Pilotumgebung zur Entwicklung eines entsprechenden Auswertungssystems.

Abstract
(Deutsch)
Seit 1998 werden in der Schweiz medizinische Daten der Krankenhäuser („Medizinische Statistik der Krankenhäuser“) gesammelt. Diese Vollerhebung aller hospitalisierten Patienten kann wichtige Informationen über das Spitalnutzungsverhalten der Schweizer Bevölkerung liefern. Seit längerer Zeit wird zudem in der Medizinischen Literatur diskutiert, ob Rehospitalisationsraten als Qualitätsindikatoren (der Spitäler, Behandlungen) genutzt werden können. Das vorliegende Projekt hatte zum Ziel, dies anhand der Daten 1998-2002 für den Bereich der Orthopädie zu untersuchen.
 
Gemäss den Angaben der Autoren ist es sehr schwierig, die Daten der Medizinischen Statistik für die Analyse von Rehospitalisationen zu benutzen. Der Hauptgrund liegt nach Ansicht der Autoren in der mangelnden Vollständigkeit der medizinischen Codierung. Dies betrifft vor allem fehlende Hauptbehandlungen und fehlende Nebenbehandlungen. Es ist jedoch zu vermuten, dass sich die Vollständigkeit inzwischen verbessert hat infolge der steigenden Relevanz der Daten im Zusammenhang mit deren Verwendung für DRGs.
 
Der Bericht konzentriert sich in der Folge auf die deskriptive Darstellung der Situation betreffend die Vollständigkeit der Haupt- und Nebendiagnosen und der Haupt- und Nebenbehandlungen. Im Weiteren werden die Rehospitalisationsraten anhand eines orthopädischen Eingriffs analysiert. Die Charakteristika der Aufenthalte vor und nach dem Eingriff werden dargestellt.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Die Umsetzung erfolgt in Form einer der Diskussion des Projekts in der Schweizerischen Expertengruppe für Klassifikation im Gesundheitswesen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Die Publikation eines Kurzberichts erfolgt im Rahmen der Reihe CodeInfo, dem Organ des Bundesamtes für Statistik BFS betreffend die Medizinische Codierung in der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser.