Entlang stark befahrener Strassen und in dicht bebauten Gebieten überschreitet die Belastung durch Feinstaub die Immissionsgrenzwerte. Frühere Studien lassen darauf schliessen, dass ein Teil der Feinstaubbelastung entlang der Transitachsen A2 und A13, insbesondere auf der Alpensüdseite, neben dem Strassenverkehr auch Holzfeuerungen als wesentliche Quelle hat. Detaillierte Kenntnisse der Beiträge einzelner Quellen und die Identifikation der dominanten Quellen bilden die Grundlage für effiziente Massnahmen zur Minderung der Schadstoffbelastung.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Paul Scherrer Instituts, der Universität Bern und der ETH Zürich sollen die Beiträge von Holzrauch und Dieselruss an den Aerosolen bestimmt werden. Dazu werden an einigen Standorten detaillierte Untersuchungen der chemischen Zusammensetzung des Feinstaubs vorgenommen, insbesondere des Anteils von elementarem und organischem Kohlenstoff, des Metallgehalts, der sekundären anorganischen Bestandteile und auch der Holzrauch-spezifischen organischen Verbindung Levoglucosan.
Seit März 2005 ist in der Schweiz ein Aerosolmassenspektrometer verfügbar. Dieses Gerät erlaubt es in hoher Zeitauflösung die chemische Zusammensetzung von Partikeln zu bestimmen. Es erlaubt insbesondere den sekundären anorganischen Partikelanteil zu bestimmen und organische Beiträge zu quantifizieren.