Kurzbeschreibung
(Deutsch)
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KKW-Unfallsequenzen mit Kernschmelzen, Dampferzeuger-Heizrohrbruch und fehlerhafter Isolation des Dampferzeugers haben nach heutigem Kenntnisstand eine sehr kleine Eintretenswahrscheinlichkeit. Trotzdem, tragen sie aufgrund der ohne oder mit nur schwach wirksamen Abscheidemechanismen modellierten Freisetzung von radioaktiven Aerosolen in die Umgebung deutlich zum Risiko eines Kernkraftwerkes bei (Containment - Bypass - Sequenzen). Das ARTIST-Programm wurde 2003 gestartet und soll bis 2007 abgeschlossen sein. Die ARTIST - Experimente werden von einem internationalen Forschungs-Konsortium unter Leitung des PSI durchgeführt und haben zum Ziel, Daten und Informationen über den Aerosoltransport durch die Dampferzeuger bei unterschiedlichen Störfallbedingungen zu erfassen und für die Modellentwicklung aufzubereiten. Als Resultat dieser Forschung können zum einen Empfehlungen für das Unfall - Management, zum anderen realistischere Modelle für die PSA-Studien entwickelt werden. Beides führt bei den betrachteten KKW-Unfallsequenzen zu einer Reduktion respektive zu einer besseren Einschätzung des Risikos. Mit Ausnahme der integralen Tests wurden für alle Teilexperimente Messungen durchgeführt und analysiert, wobei die Resultate der Experimente teilweise zu Anpassungen am Experimentierplan geführt haben. Wesentliche Erkenntnisse sind, dass die im Experiment verwendeten Aerosole beim Übertritt von der Primär- auf die Sekundärseite aufbrechen und dass bei einer ausreichenden Wasservorlage auf der Sekundärseite eine effektive Aerosolrückhaltung erreicht werden kann.
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