Schlüsselwörter
(Deutsch)
|
Erhaltungsmanagement, Kosten, Kostenkennzahlen, Einheitspreise, Unterhalt, Managementsysteme, KUBA-MS
|
Schlüsselwörter
(Englisch)
|
Preservation Management, Cost, Cost Benchmarks, Unit Prices, Maintenance, Management Systems, KUBA-MS
|
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
|
Eine der wichtigsten Grundlage für ein Managementsystem sind die Kostenkennzahlen. Diese Kostenkennzahlen umfassen die bauwerksteilbezogenen Einheitskosten und bauwerksbezogene Kostenkennzahlen. Mit Hilfe dieser Kostenkennzahlen werden die Kosten der künftigen Erhaltungsmassnahmen abgeschätzt. Die Gewinnung dieser Kostenkennzahlen erfolgt anhand der statistischen Auswertung der erfassten Erhaltungsmassnahmen bzw. deren Kosten. Die erfassten Kosten (Rohdaten) müssen selbstverständlich die gleiche Gliederung wie die Kostenkennzahlen aufweisen. In dieser Forschung wird die Methodik entwickelt, welche die Gewinnung dieser Daten aufgrund der bestehenden Abrechnungspraxis nach Normpositionen (NPK) erlaubt. Für die Akzeptanz dieser Methodik ist von grosser Bedeutung, dass sie zu keiner Aufwandsteigerung im Vergleich zur bestehenden Abrechnungspraxis führt.
|
Kurzbeschreibung
(Englisch)
|
One of the most important foundations of a management system are cost benchmarks. These cost benchmarks include unit costs related both to structural elements and the structure as a whole. They are used for cost estimation of future preservation interventions. The cost benchmarks are computed using statistical analysis of collected cost data on performed preservation. The collected raw data must clearly have the same classification as the cost benchmarks. In this research the methodology to facilitates the extraction of the raw data from the final cost statements, taking in consideration the current practice will be developed. In order to widely accepted this methodology must not incur any work increase compared to current practice.
|
Projektbeschreibung
(Deutsch)
|
Das Ziel des Kunstbautenmanagement ist eine sozioökonomisch optimale Erhaltung von Kunstbauten. Für die Festlegung der optimalen Erhaltungsstrategie sind deshalb die Kostenangaben von grosser Bedeutung. Es werden dabei
• die Betreiberkosten, d. h. direkte Kosten welche der Eigentümer oder der Betreiber tragen muss • die Benutzerkosten, d. h. indirekte Kosten welche auf die Benutzer überwälzt werden • die Kosten Dritter, d. h. indirekte Kosten wie Immissionskoten welche von der Umwelt zu tragen sind
berücksichtigt. Die Modelle zur Berechung der Benutzerkosten und Kosten Dritter waren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, deren Ergebnisse z. T. widersprüchlich sind. Sie sind nicht kunstbautenspezifisch und beziehen sich auf das Gesamtsystem Strasse. Die Betreiberkosten, d. h. im wesentlichen die Kosten für die Erhaltungsmassnahmen werden hingegen für jedes Teilsystem unterschiedlich berechnet. Jedes Teilsystem benötigt ein Kostenmodell, welches die Kostenermittlung von künftigen Erhaltungsmassnahmen erlaubt.
Die Kostendaten sind an sich vorhanden, da bei jeder Erhaltungsmassnahme ihre tatsächlichen Kosten in einer Schlussabrechung, die auf einem Leistungsverzeichnis basiert, zu finden sind. Diese Kosten werden nach so genannten Leistungspositionen erfasst. In dieser Form sind sie nicht direkt in einem Kunstbautenmanagementsystem verwendbar, da dort die Kosten den Bauwerksteilen zugeordnet werden. Obwohl als anerkannt gilt, das die Kostengliederung nach Leistungsposition, gerade bei den Erhaltungsmassnahmen nicht geeignet ist, besteht heute noch keine alternative Gliederung. Ein entsprechender Versuch von CRB aus dem Jahre 2000 (KOMPASS) konnte nicht überzeugen.
Für die Erhaltungsplanung von Kunstbauten sind diese bauwerksteilbezogenen Kostendaten unabdingbar. In dieser Forschung wird nicht versucht die bestehende Abrechnungspraxis mit einer neuen auszuwechseln, sondern diese zu ergänzen, so dass ohne grossen Aufwand die Gewinnung der bauwerksteilbezogenen Kostendaten möglich wird.
|
Methoden
(Deutsch)
|
Die Forschung besteht im Wesentlichen aus theoretischen Untersuchungen, deren Datengrundlage in [1] zu finden ist. Es werden bewährte Methoden der Informationslehre (Entitätendefinition, Blockdiagramme, Orthogonalitätsprüfung usw.)
|
Spezielle Geräte und Installationen
(Deutsch)
|
keine
|
Stand der eigenen Forschung
(Deutsch)
|
F. Salamé, Dr. R. Hajdin, Dr. Urs Wiederkehr, KUBA-MS, Types d'éléments déterminant les coûts, Rapport final, OFROU, Office fédéral des routes, Berne, 1999.
|
Projektziele
(Deutsch)
|
Das Ziel der Forschung ist es ein Kostenmodell für Unterhaltsmassnahmen und typisierte Umgestaltungsmassnahmen an Kunstbauten zu entwickeln. Dieses Modell soll, aufgrund von Kennzahlen ausreichend genaue Aussagen über die Kosten von geplanten Massnahmen liefern. Die Kennzahlen sollen ohne zusätzlichen administrativen Aufwand aus den Schlussrechnungen ausgeführter Erhaltungsmassnahmen gewonnen werden.
|
Projektziele
(Englisch)
|
The research goal is to develop a cost model for preservation and typiscle improvement interventions on road structures. This model, based on cost benchmarks will allow sufficiently accurate estimates of intervention costs. The cost benchmarks are to be extracted from final cost statements without any additional effort.
|
Forschungsplan
(Deutsch)
|
Im Gegensatz zur Arbeit [1] im Literaturverzeichnis werden keine ausgeführten Erhaltungsmassnahmen ausgewertet sondern ein Modell ausgearbeitet, welches der Submission und der Abrechnung zu Grunde liegen sollte. Folgende Schritte sind dafür vorgesehen:
1. Literaturstudium 2. Ermittlung aller relevanten Kostenarten aufgrund von [1] und Normenpositionkatalogen (NPK) 3. Aufbau der Struktur von Kostenarten aufgrund eines Entitätenblockdiagramms 4. Einbettung von Kostenarten in NPK 5. Einbettung der Bauwerksteilgliederung in NPK 6. Vorbereitung der Überprüfung und Bereitstellung eines Informatikwerkzeuges zur Datentransformation 7. Überprüfung des Modells 8. Schlussbericht
Die Überprüfung des Modells umfasst:
• Erstellen der Submissionsunterlagen für Brückeninstandsetzungen mit eingearbeiteter Gliederung der NPK nach Bauwerksteilen • Durchführen der Instandsetzung; Ausmass entsprechend den Bauwerksteilen erfassen lassen • Mit der Schlussabrechnung erhält man die Kosten aufgegliedert; mit einer nachgeschalteten Auswertung können Kosten aller Kostenarten inkl. Einheitskosten bestimmt werden
|
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
|
Das Forschungsergebnis soll direkt in die Praxis umgesetzt werden. Die Kostendaten in den Schlussabrechnungen können direkt in das Kunstbautenmanagementsystem KUBA übertragen werden.
|
Berichtsnummer
(Deutsch)
|
689
|
Literatur
(Deutsch)
|
[1] KUBA-MS Einheitskosten, Aegerter & Bosshardt, Bundesamt für Strassen, Bern, 2000. [2] Chengalur-Smith, Indushobha N. (State Univ of New York at Albany); Ballou, Donald P.; Pazer, Harold L. , Modeling the costs of bridge rehabilitation, Transportation Research, Part A: Policy and Practice, v 31, n 4, Jul, 1997 [3] Thompson, Paul D.; Lewis, Mathew; Kerr, Richard; Sobanjo, J.O., Estimating agency cost of maintenance, repair, and rehabilitation for Florida bridges, Transportation Research Record, n 1795, 02-3772, 2002, p 66-73 [4] Adams, Teresa M.; Kim, Tae-Youn Integrated database management approach for estimating bridge MR&R costs from project data, Congress on Computing in Civil Engineering, Proceedings, 1998, p 247-258
|