Kurzbeschreibung
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iele Städte in Westafrika sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Wachsende Städte stellt Regierungen und Akteure der Entwicklungszusammenarbeit vor zahlreiche Probleme und Herausforderungen. Die Entwicklungen bergen aber nicht nur Gefahren sondern auch Chancen. Mit der Konzentration grosser Teile der Bevölkerung in Städten und urbanen Gebieten ging gleich-zeitig eine Konzentration der Kaufkraft einher. Die Nachfrage nach Nahrungsmittel und anderen Gütern des täglichen Lebens stieg mit dem Anstieg der Bevölkerung und darüber hinaus mit einer allgemein erhöhten Kaufkraft. Leider wird die Nachfrage nach Grundnahrungsmittel in vielen Län-dern des Südens, so auch in Burkina Faso, durch billige, oftmals subventionierte Importe aus dem Norden gedeckt. Diese Importe, da oft perfekte Substitute, hemmen die lokale Produktion und er-schweren damit endogenes Wachstum und Entwicklung. "Transition de l'autosubsistence vers une agriculture intensive, durable et marchande en Afrique de l'Ouest" (TASIM-AO) ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) in Zollikofen und der Universität in Ouagadougou (UO), Burkina Faso. Das Forschungsprojekt wurde anfangs 2001 (Phase 1, 1.3.2001 - 31.12.2003; 7F-01457.01) mit der Hypothese lanciert, die Einkommen der Landwirte Burkina Fasos seien durch eine Unlenkung der städtischen Nachfrage weg von den importierten hin zu den lokal hergestellten, traditionellen Grundnahrungsmitteln zu verbessern. Die Hauptziele dieser Studie sind, das Wesen der burkinischen Landwirtschaft und insbesondere die Wahrnehmung der Marktsignale unter den Landwirten besser zu verstehen, die Faktoren zu erforschen, welche die Marktausrichtung unter Landwirten fördern und hemmen, sowie die aktuel-len Politiken zu analysieren, welche die Dynamisierung der Nahrungsmittelketten Vorschub leisten oder bremsen. Im weiteren sollten aus diesen Erkenntnissen Empfehlungen für Politiken udnd Massnahmen formuliert werden, um Landwirte bei einer Marktintegration zu unterstützen. Die erste Phase des Projekts hat relevante Erkenntnisse zu Tage gefördert. Die Resultate bestäti-gen, dass die Landwirtschaft Burkina Fasos fähig ist, weit mehr als bisher die städtische Nachfrage nach Lebensmitteln zu decken. Die Studie zeigt auch, dass viele Landwirtschaftsbetriebe (Famili-en) bereits für den Verkauf produzieren. Sie zeigt aber ebenfalls die bestehenden Limiten auf. Mit der Phase 2 sollen die Resultate aus den verschiedenen Teilstudien und den noch nicht näher ausgewerteten Umfragen im Transport- und Vermarktungssektor weiter analysiert und in einem Synthesebericht zusammengefasst werden. Ein für dieses Forschungsprojekt eigens dafür einge-setztes Steuerungskomitee (Comité Consultatif) soll an einem Workshop massgeblich zum Syn-thesebericht beitragen. Ein weiterer zentrale Punkt der Phase 2 ist die Informationsdiffusion. Ne-ben der Publikation verschiedener Teilstudien soll die Gesamtsynthese unter allen Beteiligten und Interessierten in der Schweiz und aber vor allem auch in Burkina Faso verteilt werden. An zwei Workshops, an der Key Policy Stakeholders teilnehmen sollen und voraussichtlich im September 2004 stattfinden wird, soll eine politische Debatte zum Thema geführt werden.
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Projektziele
(Deutsch)
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Das Hauptziel beruht auf der zentralen Wirkungshypothese, dass durch eine Nachfrageerhöhung und in der Folge einer Dynamisierung der Wertschöpfungskette im Endeffekt die Einkommen der Landwirte entscheidend verbessert werden können. Eine Nachfrageerhöhung hätte enorme positive Beschäftigungseffekte in weiten Teilen im ruralen Sektor zur Folge. Eine Erhöhung der Einkommen der ländlichen Bevölkerung führt wiederum zu einer gesteigerten Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen die in urbanen Zentren produziert und erbracht werden. Diese gegenseitigen Handelsbeziehungen bewirken - so die Hypothese - ein endogenes Wachstum, von der alle, sowohl Stadt wie Land, profitieren können. "Analyse und Synthese der Teilresultate. Im speziellen soll im Frühjahr 2004 ein Synthese-papier zu den Untersuchungen unter Landwirten in den drei Regionen veröffentlicht wer-den. "Im Verlauf der ersten Hälfte 2004 sollen folgende Teilberichte erscheinen: Bericht über die Vermarktung von Sesam von M. A. Bengaly.; Synthesebericht über die Untersuchungen im Transport- und Vermarktungssektor (enthalten auch die Resultate der Untersuchungen un-ter den Stakeholders aus Politik und öffentlichen Diensten); Praktikumsberichte der Studie-renden der SHL. "Im Juli 2004 erscheint die Gesamtsynthese aus allen Teilberichten und -synthesen sowie aus den eingebrachten Inputs aus einem Workshop des Steuerungskomitees.
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Abstract
(Deutsch)
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Das Forschungsprojekt "TASIM-AO", eine gemeinsames Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (CH-Zollikofen) und der Universität Ouagadougou (Burkina Faso) wurde 2001 mit dem Ziel gestartet, die burkinische Landwirtschaft sowie das lokale Transport-, Verarbeitungs- und Vermarktungssystem besser zu verstehen. Im besonderen soll vertieft untersucht werden, wie Landwirte in Burkina Faso die Marktsignale verstehen und interpretieren. Das Endziel (R5) der Gesamtstudie ist die Ausarbeitung von Empfehlungen für Policy Makers und Stakeholders in Un-ternehmen der Nahrungsmittelkette sowie Entscheidungsträger in Bauernorganisationen, wie der heimische Nahrungsmittelsektor besser für die urbane Nachfrage nach Nahrungsmitteln ausgerich-tet kann. Die erwarteten Teilresultate wurden wie folgt definiert: " R1: Kenntnisse über die heutige Vermarktungssysteme bei heimischen Grundnahrungsmit-teln erarbeiten. " R2: Faktoren identifizieren, die die Adoption von einer auf den Markt ausgerichteten Produk-tionsstrategie unter Landwirten fördern und hemmen. " R3: Evaluation der lokalen Vermarktungssysteme von Grundnahrungsmitteln (filières com-merciales vivriers), d.h. deren Schwächen und Grenzen aber auch deren Potentiale aufzei-gen. " R4: Analyse der Politiken auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene, die die Dyna-misierung der Vermarktung von lokalen Grundnahrungsmitteln fördern oder hemmen. " R5: Empfehlungen für Policy Makers und Entscheidungsträger in Bauernorganisationen for-mulieren, die die Bauern ermutigen, eine intensivierte, auf den Markt ausgerichtete Produkti-onsstrategie einzuschlagen.
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Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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Das Hauptziel beruht auf der zentralen Wirkungshypothese, dass durch eine Nachfrageerhöhung und in der Folge einer Dynamisierung der Wertschöpfungskette im Endeffekt die Einkommen der Landwirte entscheidend verbessert werden können. Eine Nachfrageerhöhung hätte enorme positive Beschäftigungseffekte in weiten Teilen im ruralen Sektor zur Folge. Eine Erhöhung der Einkommen der ländlichen Bevölkerung führt wiederum zu einer gesteigerten Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen die in urbanen Zentren produziert und erbracht werden. Diese gegenseitigen Handelsbeziehungen bewirken - so die Hypothese - ein endogenes Wachstum, von der alle, sowohl Stadt wie Land, profitieren können. "Analyse und Synthese der Teilresultate. Im speziellen soll im Frühjahr 2004 ein Synthese-papier zu den Untersuchungen unter Landwirten in den drei Regionen veröffentlicht wer-den. "Im Verlauf der ersten Hälfte 2004 sollen folgende Teilberichte erscheinen: Bericht über die Vermarktung von Sesam von M. A. Bengaly.; Synthesebericht über die Untersuchungen im Transport- und Vermarktungssektor (enthalten auch die Resultate der Untersuchungen un-ter den Stakeholders aus Politik und öffentlichen Diensten); Praktikumsberichte der Studie-renden der SHL. "Im Juli 2004 erscheint die Gesamtsynthese aus allen Teilberichten und -synthesen sowie aus den eingebrachten Inputs aus einem Workshop des Steuerungskomitees.
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