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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
04-007
Projekttitel
Mobilität von Kindern und Jugendlichen: Detailauswertung der Mikrozensen Verkehr 1995 und 2000

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Mobilität von Kindern
Jugendlichen
Mikrozensen
Human Powered Mobility
Alltagssport
Bewegungsmangel
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Trotz des grossen Angebots an strukturierten Sportmöglichkeiten leidet ein Drittel der Schweizer Bevölkerung heute unter deutlichem Bewegungsmangel. "Alltagssport" ("Human Powered Mobility" oder "Langsamverkehr") ist die selbständige Fortbewegung aus eigener Muskelkraft zu Fuss, mit dem Velo oder heute auch mit Inline-Skates, Trottinettes und weiteren Transportmitteln. Verschiedene Umstände weisen darauf hin, dass ihr in der Bewegungsförderung bei zuvor Inaktiven eine besondere Rolle zukommt. Die Förderung des "Alltagssports" hat ein enormes Potential in der Bekämpfung der Inaktivität, kann den Übergang zu weiteren sportlichen Betätigungen schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Gesellschaft darstellen.
Das Bewegungsverhalten von Kindern gewinnt in der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zunehmend an Interesse. Es gibt zwar noch keine international anerkannten Standards, das Bewegungsverhalten von Kindern zu messen, verschiedene Studien weisen aber darauf hin, dass Kinder heute tatsächlich inaktiver sind als früher. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass Alltagsbewegungen wie der Schulweg zu Fuss zunehmend durch Autofahrten ersetzt werden. Erste summarische Auswertung in der Schweiz zeigen, dass dieser Trend in der Schweiz wohl erst angefangen hat. Es gilt deshalb, diese Entwicklung frühzeitig aufzuzeigen und zu dokumentieren, um Argumente aufzubereiten und rechtzeitig Interventionen zu planen und deren Erfolge überprüfen zu können.
Mit den Mikrozensen Verkehr von 1994 und 2000 bestehen gute Datengrundlagen zum Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen wurden bisher neben den summarischen Auswertungen der Bundesämter ARE/BFS nur vereinzelte Datenauswertungen vorgenommen. Während die Hauptberichte und Tabellenbände der Mikrozensen für genauere Aussagen zuwenig detailliert bzw. problembezogen sind, besteht bei den Einzelauswertungen das Problem, dass die Ergebnisse wegen unterschiedlicher Methoden oder Bezugsgrössen nicht vergleichbar sind. Um für die weitere inhaltliche Arbeit auf adäquat aufbereitete Daten zurückgreifen zu können, soll eine alterspezifische Analyse und Aufbereitung der Mikrozensusdaten zum Verkehrsverhalten von 1994 und 2000 durchgeführt werden. Eine einheitliche Auswertungsmethodik soll inhaltlich und zeitlich vergleichbare Aussagen zum Mobilitätsverhalten von Kindern und Jugendlichen ermöglichen.
Projektziele
(Deutsch)
1) Festlegen der Auswertungs-Kriterien der Mikrozensen Verkehr aufgrund der Datenlage (Möglichkeiten und Grenzen), der inhaltlichen Anforderungen und Bedürfnisse sowie hinsichtlich internationaler und langfristiger Vergleichbarkeit. Beschaffung und Sichtung der Rohdaten.
2) Transformation/Angleichung der Datensätze (Vergleichbarkeit); Auswertung der Mikrozensen 1995 und 2000; Vergleiche, Erläuterungen der Tabellen und Interpretationen. Summarische Angaben zu Erkenntnissen aus früheren Mikrozensen. Erstellen eines Berichtsentwurfs.
3) Erarbeitung von Vorschlägen für künftige Datenerhebungen zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen (Mikrozensus 2010).
Abstract
(Deutsch)

'Mobilität von Kindern und Jugendlichen: Detailauswertung der Mikrozensen Verkehr 1995 und 2000'

 

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Walking and Cycling Behaviour of Children, Adolescents and Young Adults in Switzerland: Results from the Travel Survey 2000

 

Background

Active transport can contribute substantially to health enhancing physical activity. As in other industrialized countries, there is public concern in Switzerland about an increasing number of children being brought to school by car.

 

Methods

In the National Travel Survey 2000 travel behaviour of 4468 students aged 6 to 20 years was assessed in a telephone interview. Basis for the results presented are the 6737 trips to school accumulated by those 2130 children and young adults who reported at least one trip to school on the day relevant for the interview.

 

Results

Among the 6-9 year old children 76.8% walk to school, 3.6% use their bicycle, 8.1% are being brought by car, 6% walk and use public transport and 5.4% other forms of combined mobility. The respective numbers for the other age groups are: 10-12 years: 61.6%, 18.7%, 4.6%, 8.4%, 6.7%; 13-15 years: 30.9%, 27.6%, 6.3%, 24.5%, 10.8%; 16-17 years: 18.7%, 20.0%, 9.8%, 32.0%, 19.5%; 18-20 years: 19.6%, 12.0%, 21.5%, 33.8%, 12.9%. In a logistic regression model, determinants for the choice of the different modes of transport were assessed. Short distances up to 1km increased the chance of walking compared to longer distances, while medium distances increased the use of a bicycle. Living in the German part of Switzerland was consistently associated with a higher probability of walking or cycling to school than living in the French part of the country, where on the other hand the chance of being brought by car was higher. With an increasing number of cars in the household the chance of walking to school consistently decreased.

 

Conclusions

The proportion of trips walked or cycled to school is high. In areas with high levels of walking or cycling to school, this culture must be maintained. In areas with less walking and cycling, there is a potential for improvement.