Im ersten Teil des vorliegenden Projektes soll der aktuelle Kenntnisstand über den Zusammenhang zwischen Morphologie und Schwall-Auswirkungen übersichtlich und allgemein verständlich aufgezeigt werden.
Der zweite Teil dieses Projektes hat zum Ziel, diese Zusammenhänge besser verstehen zu lernen. Damit sollen auch bessere Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Aufwertungsmassnahmen an unseren mittleren und grösseren Fliessgewässern geschaffen werden, wobei es sich um morphologische (Revitalisierung), hydrologische (Schwalldampfung) oder um eine Kombination beider Massnahmen handeln kann. Um die Einflusse von Morphologie und Schwallbetrieb möglichst gut auseinander halten zu können, sollen gezielt einige morphologisch und hydrologisch sehr unterschiedliche Situationen untersucht werden. Für die Untersuchungen werden zwei Fliessgewässer vorgeschlagen, die jeweils auf kurzer Distanz einen mehr oder weniger stark verbauten („oben“) und anschliessend einen morphologisch noch sehr natürlichen Abschnitt aufweisen: Die Aubonne gegen Allamand (VD) und der Hinterrhein gegen Bonaduz (GR).
Die Untersuchungen umfassen folgende Parameter:
- Die Menge (Individuendichte, Biomasse) und die Zusammensetzung (Arteninventar, Diversität) der wirbellosen Lebensgemeinschaft der Gewässersohle (Makrozoobenthos nach MSK-Methode) und Benthosproben (nach IBGN-Methode).
- Die grobe Erfassung des Fischbestandes und der Forellen-Laichplatze (Bachforelle als dominierende Fischart).
- Die Benthosproben in der Wasserwechselzone bei Schwall (im Wasser) und bei Sunk (am Trockenen) sowie von gestrandeten Organismen (Fische und Macroinvertebraten).
- Die innere und äussere Kolmation der Flusssohle (nach Schalchli 2002)