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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
04-008
Projekttitel
Kinder- und Jugendsport-Studie Regio Basel (KISS). Wechselwirkungen zwischen Sport & Bewegung, Training & Leistungsfähigkeit, Gesundheit & sozialer Integration im Querschnitt, im Längsverlauf sowie nach einjähriger Bewegungsintervention (Phase I)

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Sport, Bewegung, Training, Leistungsfähigkeit, soziale Integration, Sportpolitik, gesundheitlicher Nutzen, wirtschaftlicher Nutzen, Bewegungsverhalten, Sportverhalten
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
"Sport ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens und damit der Gesellschaft. Seine Bedeutungen sind vielfältig, seine Werte reichhaltig." Mit diesem Satz beginnt das Konzept des Bundesrates für eine Sportpolitik in der Schweiz aus dem Jahre 2000. Es sei Aufgabe des Staates, für eine positive Entwicklung des Sportes u. a. im Hinblick auf seinen bildenden, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen zu sorgen. Ist der Sport tatsächlich in der Lage, die von ihm zum Wohlergehen der Nation erwarteten Beiträge zu leisten? Diese Frage kann zum heutigen Zeitpunkt nicht schlüssig diskutiert werden; es fehlen wichtige Fakten, so auch Gewissheit über das derzeitige Bewegungs- und Sportverhalten der Kinder in der Schweiz und dessen gesundheitliche Auswirkungen.

Betrachtet man das Bewegungsverhalten von Kindern in der Schweiz, so ist eine zunehmende Polarisierung zu vermuten. Auf der einen Seite findet man Kinder mit intensiven körperlichen und dabei meist sportlichen Aktivitäten, auf der anderen Seite scheinen viele Kinder immer inaktiver zu werden. Inaktivität ist einer der führenden Faktoren für eine erhöhte Morbidität und Mortalität in unserer Bevölkerung. Bewegungsmangel gilt als Haupt-Risikofaktor für die Entwicklung koronarer Herz-Krankheiten, Diabetes Typ II, Übergewicht und Osteoporose. Vieles weist darauf hin, dass die Problematik unzureichender Bewegung bereits im Kindesalter beginnt. Es scheint, dass gesellschaftliche Faktoren wie gesteigerter Medienkonsum, eingeschränkte Bewegungsfreiräume oder veränderte Ernährungsgewohnheiten den Lebensstil vieler Kinder negativ beeinflussen. In der Schweiz ist bereits jedes 5. Kind übergewichtig, wobei sich im Verlauf der letzten 20 Jahre das Übergewicht bei den Schweizer Kindern verdreifacht hat. Die Kombination von Übergewicht und mangelndem Bewegungsgeschick führt meist dazu, dass Kinder noch inaktiver werden. Bewegungsmangel kann nicht nur zu Einschränkungen der körperlichen und motorischen Entwicklung führen, sondern beeinflusst ebenso Bereiche wie Wahrnehmung, Kognition, Sprache, Emotion und Sozialverhalten.

Kann der Sport in der Schule die Lebenssituationen der Kinder positiv beeinflussen? Es scheint, dass der Schulsport der heutigen Zeit die an ihn gestellten hohen Erwartungen nicht restlos erfüllen kann.

Das Bewegungsverhalten der Kinder in der Schweiz wurde bisher wenig untersucht; deshalb sollen im Rahmen dieser Studie die gesundheitlichen, physischen, psychischen und sozialen Auswirkungen von Bewegung und Sport erfasst und beurteilt werden. Welchen Nutzen bringen allenfalls zusätzliche Schul-Sportstunden? Gelingt es uns, das Bewegungsverhalten der Kinder durch Bewegungsförderungsmassnahmen in der Schule zu beeinflussen?

Der Bund erlässt Vorschriften über Turnen und Sport in der Schule. Doch um diese Verantwortung für den Zweck und die Qualität des schulischen Turn- und Sportunterrichts übernehmen zu können, benötigt er bessere Entscheidungsgrundlagen. Diese Studie soll wesentliche, bis anhin fehlende Grundlagen und Daten liefern, um die gesamte bildungs- und sportpolitische Diskussion mit Fakten anzureichern.
Projektziele
(Deutsch)

Das Hauptziel der Studie ist die repräsentative Erfassung der Auswirkungen von Bewegung und Sport auf die Gesundheit und die physische wie auch psychische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. Die spezifischen Ziele der Studie bestehen in der Beschreibung der Auswirkung der aktuellen (Querschnitt-, Längsstudie) oder veränderten (Interventionsstudie) körperlichen Aktivität hinsichtlich:

  • sportlicher Leistungsfähigkeit mit Messung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Muskelkraft, Beweglichkeit und verschiedenen koordinativen Fähigkeiten;
  • körperlicher Gesundheit mit Messung der Körperzusammensetzung, des Blutdrucks, der Krankheits- und Unfall- bedingten Schulabsenzen, sowie der Rückenschmerzen; in einer Subpopulation werden auch Blutlipide, die Insulinsensitivität und die Knochenmasse erfasst;
  • psychosozialer Gesundheit mit Erfassung der Lebens- und Gesundheitszufriedenheit, Stressbewältigung und sozialer Integration;
  • Zusammenhängen zwischen körperlicher Aktivität und TV-/Computer- und Suchtmittelkonsum sowie die Beeinflussung der Lernmotivation und der Schulakzeptanz.