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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F-8703
Projekttitel
Struktur und jüngere Entwicklung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Genossenschaftlicher Wohnungsbau, Wohnungsversorgung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Analyse des genossenschaftlichen Wohnungssektors in der Schweiz. Seine aktuelle Struktur soll erfasst werden, die Entwicklungen bezüglich Wohnungsbestand, Wohnungsgrössen, räumlicher Verteilung etc. in den letzten 20 Jahren sollen untersucht werden. Zu diesem Zweck werden die entsprechenden Daten aus der Gebäude- und Wohnungszählung 2000 wie auch die Daten der vorangegangenen Wohnungszählungen ausgewertet.
Die Auswertung erfolgt durch das statistische Amt des kantons Zürich. Auftraggeber und wichtigste mitfinanzierende Stelle ist der Schweiz. Verband für Wohnungswesen SVW.
Methoden
(Deutsch)
Sttistische Auswertung der Daten aus den Gebäude- und Wohnungszählungen 1980, 1990 und 2000.
Projektziele
(Deutsch)
Ziel der Untersuchung ist es, eine Übersicht über den genossenschaftlichen Wohnungsbau und dessen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zu erlangen.
Abstract
(Deutsch)
Die Spezialauswertung der Volkszählungen von 1970 bis 2000 belegt, dass der gemeinnützige und insbesondere der genossenschaftliche Wohnungsbau einen bedeutenden Faktor auf dem schweizerischen Wohnungsmarkt bilden. Die wichtigsten Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden:

Wieder wachsender Marktanteil
Gemäss den Daten der Volkszählung 2000 beträgt der Marktanteil der Genossenschaftswohnungen 5,1 Prozent, in Städten wie Biel und Zürich sogar 19 Prozent. Während der genossenschaftliche Wohnungsbau vor allem nach den beiden Weltkriegen boomte, liess die Neubautätigkeit später nach. Der Marktanteil hat deshalb ab 1970 insgesamt sinkende Tendenz, wobei Anzeichen für eine Trendwende sichtbar werden: In der Stadt Zürich machten in den Jahren 2001-2003 Genossenschaftswohnungen wieder gegen 23 Prozent aller neu erstellten Wohnungen aus. Lässt man den Boom des Wohneigentums beiseite und misst nur den Anteil am Mietwohnungsmarkt, so ist dieser seit 1990 sogar wieder deutlich gestiegen.

Markant tiefere Mietzinse auch pro Quadratmeter
Der Mietzins einer Genossenschaftswohnung lag im Jahr 2000 rund 20 Prozent tiefer als der Durchschnitt aller Mietwohnungen. In den zehn grössten Städten - wo sich 63 Prozent aller Genossenschaftswohnungen befinden - ist die Mietzinsdifferenz meist noch ausgeprägter.

Ein wichtiger Beitrag zur Wohnungsversorgung benachteiligter Gruppen
Aus Sicht des Bundesamtes für Wohnungswesen und des Wohnbunds (Interessenorganisation der Genossenschafts-Dachverbände) leisten die Genossenschaften deshalb einen bedeutenden Beitrag zur Wohnungsversorgung benachteiligter Gruppen. Daran hatte und hat auch die Wohnbauförderung durch den Bund sowie einzelne Kantone und Städte einen wichtigen Anteil. Dank dieser Förderung wurden die Gründung und der Aufbau bedeutender Wohnbaugenossenschaften ermöglicht, die heute ganz auf eigenen Beinen stehen.

Weniger Wohnfläche pro Person - ein Mangel oder raumplanerisch vorbildlich?
Bewohnerinnen und Bewohner von Genossenschaftswohnungen nutzen eine durchschnittliche Fläche von 31 Quadratmetern pro Person und damit markant weniger als der Durchschnitt aller Mietwohnungen (36 m2) bzw. aller Wohnungen inklusive Eigentum (44 m2).
In einem kleinen Exkurs im Rahmen der Studie wird dieses Ergebnis aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilt. Der durchschnittlich tiefere Flächenverbrauch pro BewohnerIn muss nicht nur als Mangel gewertet werden. Denn viele Genossenschaften bieten ihren BewohnerInnen gemeinschaftliche Räume und Einrichtungen, die den Wohnraum bei Bedarf markant erweitern und ausserdem integrative Wirkung haben. So wird einerseits hohe Wohnqualität geschaffen und anderseits der Boden haushälterisch genutzt.

Stark wachsender Ausländeranteil
Bei der Bewohnerschaft von Genossenschaftswohnungen zeigt sich wie im Durchschnitt aller Wohnungen ein starker Anstieg der Einpersonenhaushalte (2000 knapp 37 Prozent) und älterer Personen. Familien und Alleinerziehende wohnen jedoch häufiger in Genossenschaftswohnungen als im Durchschnitt aller Wohnungen. Der Anteil ausländischer Haushalte in Genossenschaftswohnungen ist von tiefen 4 Prozent (1970) auf 15 Prozent (2000) sehr stark angestiegen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Die Publikation ist online abrufbar über die Website des Statistischen Amts des Kantons Zürich (www.statistik.zh.ch) und die Website des Bundesamtes für Wohnungswesen (www.bwo.admin.ch).