Kurzbeschreibung
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Zielsetzung des Projektes ist eine empirische Analyse der Medien-, Kommunikations- und Kulturräume der Schweiz. Es soll eine Eingrenzung und Gliederung von kleinen, mittleren und grossen Gebieten der Radio- und Fernsehlandschaft unter Berücksichtigung politisch-kultureller sowie wirtschaftlicher Gesichtspunkte vorgenommen werden.
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Projektziele
(Deutsch)
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Die Bundesverfassung hält fest, dass Radio und Fernsehen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung beitragen sollen. Durch die Umsetzung des Verfassungsauftrages leisten die Medien einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Willensbildung und kulturellen Vielfalt in diesem Land. Für die Wahrnehmung dieser Aufgabe(n) bedarf es an Mitteln, deren Beschaffung sich für viele Veranstalter als problematisch gestaltet. Der Gesetzgeber plant über eine Revision der rechtlichen Grundlagen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, von der auch die regionalen und lokalen Anbieter von Radio- und Fernsehdienstleistungen profitieren werden. In diesem Zusammenhang interessiert die Frage, wie die Kommunikations- und Medienlandschaft in der Schweiz aussieht.
Die Zielsetzung des Projektes ist eine empirische Analyse der Medien-, Kommunikations- und Kulturräume der Schweiz. Es soll eine Eingrenzung und Gliederung von kleinen, mittleren und grossen Gebieten der Radio- und Fernsehkommunikation unter Berücksichtigung politisch-kultureller sowie wirtschaftlicher Gesichtspunkte vorgenommen werden. Ein Versorgungsgebiet wird - wie der Begriff selber impliziert - nicht durch die Anbieter, sondern vielmehr durch die Nachfrage determiniert. Es wird also eine nachfrageseitige Sichtweise angestrebt. Über die Konsumentinnen und Konsumenten von Radio- und Fernsehdienstleistungen stehen verschiedene Informationen zur Verfügung wie Mediennutzung (Art, Dauer), Anhaltspunkte zu politischen und kulturellen Belangen, Aspekte der Kommunikation sowie sozio-demographische Merkmale (Alter, Wohnort, etc). Diese verschiedenen Angaben können miteinander in Verbindung gebracht werden, um auf diese Weise eine Bestimmung der Medien-, Kommunikations- und Kulturräume der Schweiz vorzunehmen.
Als Datengrundlage soll das Schweizerische Haushalts-Panel (SHP) verwendet werden. Es handelt sich dabei um eine aktuelle und umfassende Datenbasis für die Schweiz, hinter der das Bundesamt für Statistik, die Universität Neuenburg und der Schweizerische Nationalfonds stehen. Es sind repräsentative Daten, die mit einer Gewichtung versehen sind, was eine Hochrechnung auf gesamtschweizerischer Ebene ermöglicht. Für die Datenanalyse gelangen vershiedene empirische resp. ökonomische Verfahren zur Anwendung. Im Vordergrund stehen statistische und ökonometrische Instrumente - insbesondere deskriptiven Methoden, Regressionsanalysen und das Clusterverfahren.
In Anbetracht des dynamischen Marktes, dem grossen öffentlichen Interesse an diesem Bereich sowie der bevorstehenden politischen Debatte (Revision RTVG) erscheint es gerechtfertigt, eine wissenschaftliche Studie zu erarbeiten, die verschiedene ökonomische und statistische Aspekte aufgreift und so als Diskussionsgrundlage dienen kann.
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