Die Zonenpläne waren fähig, die Siedlungsausdehnung auf die Bauzonen zu fokussieren und das kompakte Siedlungswachstum innerhalb der Bauzone zu fördern. Ausserhalb der Bauzonen aber vermochten die Zonenpläne die Siedlungsflächenausdehnung nicht aufzuhalten resp. ein kompaktes Siedlungswachstum zu fördern. Entscheidend für die politischen Entscheidungsprozesse waren lokal-kommunale Akteure wie politische Parteien oder Grossgrundbesitzer. Die unterschiedliche Umsetzung der politischen Massnahmen zur Steuerung der Siedlungsentwicklung in den Gemeinden lassen sich durch lokale Faktoren erklären wie die Grösse der Bauzonen, den dominierenden Akteur oder die dominierende Koalition im Entscheidungsprozess und die Verteilung der Landressourcen. Die Studie zeigt, dass neue Instrumente für die Steuerung der Siedlungsentwicklung ausserhalb der Bauzonen nötig sind und dass Forschung und Praxis die wesentliche Rolle der lokalen Akteure und Faktoren für die Siedlungsentwicklung stärker berücksichtigen sollten.