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Unité de recherche
OFROU RPT
Numéro de projet
SVI2004/051
Titre du projet
Aggression in Traffic
Titre du projet anglais
Aggression in Traffic

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Description du projet
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Méthodes
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Etat des recherches effectuées par le requérant
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Objectifs du projet
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Plan de recherche
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Mise en oeuvre et application
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Publications / Résultats
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No du rapport
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Littérature
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
Aggressionen, Strassenverkehr, Verkehrssicherheit, Risikofaktor und -verminderung, interdisziplinäre Forschung, Methodenpluralismus, praxisausgerichtete Anwendbarkeit
Mots-clé
(Anglais)
Aggressions, road traffic, road safety, risk factors, risk reduction, interdisciplinary research, methodical pluralism, applicability use
Mots-clé
(Français)
Description succincte
(Allemand)
Hintergründe für zunehmend aggressives Verhalten im Strassenverkehr sind vielfältig und komplex. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit stehen zwei Fragen im Zentrum der geplanten Arbeit: Welchen Beitrag leisten Aggressionen heute und in naher Zukunft zum Risiko im Verkehr? Und: Wie lässt sich dieses Risiko vermindern? In einer methodenpluralistischen und interdisziplinären Herangehensweise versucht vorliegendes Projekt Aggressionen im Verkehr als ganzheitliches Phänomen zu erfassen und eine wirksame Massnahmenplanung zu entwerfen. Ziel soll es sein, einen geeigneten Massnahmenplan zur Verminderung von Aggressionen auszuarbeiten. Unter Berücksichtigung von verschiedenen Quellen werden die oben ausformulierten Leitfragen bearbeitet: Die Medienberichterstattung gibt dabei Hinweise, wie der Diskurs in der Öffentlichkeit geführt wird. Besonders fruchtbar dürften zudem die Aussagen von Expertinnen und Experten sowie von direkt Involvierten sein, welche mittels Interviews oder offenen Gesprächsgruppen eruiert werden. Es ist zu erwarten, dass die gewonnenen Erkenntnisse aus der Synthese des Forschungsvorhabens direkt für die Planung von Massnahmen genutzt werden können und für Experten im Bereich Verkehrssicherheit und Verkehrsplanung sowie für Vertreter von Medien relevant sein werden.
Description succincte
(Anglais)
The causes of aggressive behaviour in road traffic are manifold and complex. Focussing road safety, following two questions are vital: Is aggressive behaviour – in these days or in the future – a risk factor in road traffic? How can this risk be reduced? The project at hand tries to comprehend aggression in road traffic as a whole with a interdisciplinary and holistic approach. The goal is to find a effective action plan to reduce the risks of aggressive behaviour. Obtaining different data sources the central questions (see above) will be elaborated: The news coverage indicates how the topic is perceived in public. Votes from experts as well as from persons who experience aggressions in road traffic will give an insight to the topic from a practical point of view. We expect that the synthesis of our work can be useful value to all those who come upon the issue in their professional lives, such as transport planning and transport safety.
Description du projet
(Allemand)

Die Strasse ist ein öffentlicher Raum, wo Menschen mit verschiedenen Interessen aufeinander treffen. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsmotivationen sind Aggressionen im Verkehr fast unvermeidlich. Dass die Thematik von zunehmender Relevanz ist und sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung manifestiert hat, zeugen Umfragen, die darlegen, dass Fahrzeuglenker solche Aggressionen erleben. Nach der Meinung von befragten Automobilisten in Grossbritannien ist sich sogar eine Mehrheit einig, dass sich das Verhalten der Fahrzeugführer in den letzten Jahren verschlechtert hat. Die zunehmende Dringlichkeit der Problematik zeigen auch die Medienberichte über vorwiegend junge, männliche Raser, die mit ihrem Fahrstil sich selber aber auch Unbeteiligte in Gefahr bringen.

Die Hintergründe für vermehrtes aggressives Verhalten im Verkehr sind vielschichtig und komplex. Es sind insbesondere gesellschaftliche Rahmenbedingungen, individual-psychologische Charaktermerkmale aber auch bauliche und gesetzgeberische Gründe, welche zur Zunahme von Aggressionen im Verkehr führen.

Erste Recherchen haben gezeigt, dass Aggressionen im Verkehr als Forschungsthema noch weitgehend vernachlässigt sind, was vor allem mit der Komplexität des Themas zu begründen ist. Zudem gestaltet sich die Abgrenzung zu verwandten Themen wie etwa Risikoverhalten oder rücksichtsloses Verhalten nicht einfach. Da zumeist verschieden starke Partein bei Aggressionen im Verkehr involviert sind (etwa Auto gegen Fahrrad), lässt sich der Diskurs auch aus einer machtspezifischen Perspektive her betrachten. Zusätzlich weist das Thema Berührungspunkte zur Gewalt im öffentlichen Raum auf.

Da insbesondere in der Schweiz Aggressionen im Verkehr keinen zentralen Forschungsschwerpunkt darstellt, ist der Forschungsbedarf gross. Das vorliegende Projekt versucht der Komplexität des Themas Rechnung zu tragen, indem es sich interdisziplinär und mit Einbezug verschiedener Methoden den verschiedenen Aspekten und Auswirkungen von aggressiven Verhalten im Verkehr widmet. Auf dieser ganzheitlichen Perspektive beruhend können neue Erkenntnisse gewonnen und erste Lösungsvorschläge entwickelt werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Situation in der Schweiz und auf den (sprach)-regionalen Unterschieden.

Im Einzelnen stützt sich die Untersuchungsanlage auf verschiedene Quellen ab. Die Auswertung von Zeitungsberichten gibt Hinweise über die öffentliche Wahrnehmung des Diskurses. Der Miteinbezug von Fachzeitschriften und -literatur zeigt wie auf der eher theoretischen Ebene das Problem wahrgenommen wird und allenfalls erste Massnahmen diskutiert werden. Interviews mit Expertinnen und Experten im Bereich Verkehr und Verkehrsdelikte zeigen aus einer praxisorientierter Perspektive, wie aggressives Verhalten wahrgenommen wird und welche Massnahmen dagegen allenfalls bereits erprobt werden. Nebst dem Expertisenwissen und -verhalten interessiert uns zusätzlich, wie die direkt Betroffenen – verschiedene Gruppen von Verkehrsteilnehmenden respektive ihre Interessensvertreter – Aggressionen im Verkehr erleben.

Aus der Zusammenfassung aller Befunde arbeitet das Projektteam Empfehlungen heraus, welche für Experten im Bereich der Verkehrssicherheit der öffentlichen Hand, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit relevant sein können.

Das Projektteam besteht aus Personen unterschiedlicher Fachrichtungen. Es gelingt so, Aggressionen im Verkehr aus verschiedenen Perspektiven kompetent zu bearbeiten. Die regelmässig geplanten Sitzungen mit der Begleitkommission dienen nicht nur dazu, diese über den Stand des Forschungsvorhabens zu informieren, sondern vielmehr dazu, beizeiten und gezielt das Projekt in einem korrektiven Sinne abzustimmen.
Méthodes
(Allemand)

Für das vorliegende Forschungsvorhaben werden sowohl quantifizierende wie auch qualitative Methoden angewendet:

Textanalysen: quantifizierende Inhaltsanalyse einer repräsentativen Stichprobe von Tageszeitungen. Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz. Metaanalyse: Analyse der bereits bestehenden Literatur.

Gespräche: Strukturierte Experteninterviews anhand von halboffenen Gesprächsleitfaden. Qualitativ ausgerichtete Fokusgruppengespräche.
Etat des recherches effectuées par le requérant
(Allemand)
In der Schweiz ist das Thema Aggressionen im Verkehr kein zentraler Forschungsschwerpunkt. In der ARAMIS-Datenbank sind daher auch keine entsprechenden Einträge vorhanden. Dennoch finden Aggressionen im Verkehr Berücksichtigung im Rahmen von gewissen Untersuchungen, wie etwa bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Die bfu tangiert immer wieder – im Schnittbereich von Verkehrspsychologie und Verkehrsingenieurwesen – das Thema. International existieren zahlreiche Untersuchungen. Die Bundesanstalt für Strassenwesen (Deutschland), die Vereinigung für Verkehrspsychologie (Österreich), die Foundation for Traffic Safety USA) etwa liefern zum Thema wichtige Beiträge. Auch im Rahmen internationaler Konferenzen wurde aggressives Verhalten im Strassenverkehr immer wieder behandelt.
Objectifs du projet
(Allemand)
Anhand von verschiedenen Forschungsleitfragen wird das komplexe Phänomen Aggressionen im Strassenverkehr aus einer ganzheitlichen, fachdisziplinenübergreifenden Perspektive untersucht und daraus neue Erkenntnisse gewonnen. Aus diesen Erkenntnissen sollen praxisrelevante Massnahmen abgeleitet werden können, welche schliesslich dazu führen, dass Aggressionen im Verkehr reduziert und das Gefahrenpotential heruntergesetzt werden kann. Die zentralen Leitfragen lauten: Was ist unter Aggressionen im Verkehr zu verstehen? Wer sind die Opfer, die Täter? Welche Ursachen stehen dahinter? Welchen Einfluss haben Aggressionen auf die Verkehrssicherheit? Handelt es sich um eine zunehmende Problematik? Werden bereits Massnahmen dagegen diskutiert? Wie erfolgreich? Wie könnte eine wirksame und zugleich ganzheitliche Massnahmenplanung aussehen?
Objectifs du projet
(Anglais)
The project at hand aims to analyze the topic of aggressions in road traffic in its whole complexity. In a holistic and interdisciplinary perspective, we try to get new insights on the phenomenon which allows us to derive appropriate measures in practice. The goal is to reduce aggressions in traffic as well as the danger that lies in aggressive behaviour on the road. The relevant questions guiding the projects are: What does aggression in road traffic mean? Who are the victims? Who are the culprits? What influence has aggressive behaviour in terms of traffic security? Is it an increasing phenomenon? Are there already some (successfully) applied steps being taken? How would an effective and at the same time holistic plan of measures look like?
Plan de recherche
(Allemand)
Die Forschung kann grob in drei Phasen der Datenerhebung geteilt werden. Gerahmt wird die Arbeit im Feld mit jeweils einer Sitzungen des Forschungsteams und der Begleitkommission. Die Startsitzung ist im Juni 2006 geplant. Nach der ersten Datenerhebungsphase (Systemabgrenzung, Medienanalyse und Literaturrecherche) findet Mitte November die zweite Sitzung mit der Begleitkommission statt. Zwischen Dezember 2006 und April 2007 werden die Experteninterviews durchgeführt. Die dritte Sitzung mit der Begleitkommission ist im Mai 2007 geplant. Anschliessend findet die letzte Arbeitsphase im Feld, die Fokusgruppengespräche, statt. Diese sind von Juni bis August 2007 geplant. Im September 2007 ist die vierte Sitzung mit der Begleitkommission festgelegt worden. Der Schlussbericht ist auf November 2007 geplant. Für die Sitzungen mit der Begleitkommission werden jeweils Arbeitspapiere mit den Zwischenresultaten vorbereitet.
Mise en oeuvre et application
(Allemand)
Die Forschungsarbeit vermittelt einen Überblick über den Stand des Wissens zu aggressivem Verhalten im Verkehr und dessen Verminderung. Der Überblick setzt sich einerseits aus der bereits vorhandenen Literatur zusammen (Metaanalyse), generiert zugleich auch neues Datenmaterial über Aggressionen im Verkehr. Mit den vorliegendem Datenmaterial wird es nicht möglich sein, Aggressionen im Verkehr zu quantifizieren. Die Untersuchung kann allerdings Indikatoren liefern, wie die Problematik wahrgenommen wird und wo anzusetzen ist, um dem aggressiven Verhalten im Verkehr entgegenzuwirken oder es zumindest zu begrenzen.
Publications / Résultats
(Allemand)
.
No du rapport
(Allemand)
1340
Littérature
(Allemand)

Ch. Maag, H.-P. Krüger: Aggressionen im Straßenverkehr, Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Mensch und Sicherheit, Heft M151, Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2003

V. Eid: Gewalt im Strassenverkehr – Skizzen zur Wahrnehmung und Analyse, in K. Hilpert: Die ganz alltägliche Gewalt – Eine interdisziplinäre Annäherung, Leske + Budrich, Opladen 1996

P. Hugger, U. Stadler (Hrsg.): Gewalt: Kulturelle Formen in Geschichte und Gegenwart, Unionsverlag Zürich 1995

C. Pfund: Personensicherheit: Eine neue Herausforderung für die Bahn oder Aggression und Vandalismus im öffentlichen Verkehr, Bern 2004

U. Gerhard: Auffällige Fahrer, begutachtet. Die psychologische Begutachtung – Methoden und Praxis. Psychoscope, 25, 10, 8-9, 2004