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Research unit
FEDRO RBT
Project number
SVI2004/013
Project title
Gender and transport

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project description
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Methods
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Special tools and infrastructure
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Overview of own research activities
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Project aims
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Research agenda
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Transfer and application
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Berichtsnummer
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Literature
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
Geschlechterspezifisches Verkehrsverhalten, kombinierte Mobilität, Nachhaltigkeit, Verkehrsmittelwahl, Verkehrssicherheit
Key words
(English)
Gender related transportation behaviour, combined mobility, sustainability, choice of means of transport, safety
Short description
(German)
Zur Benutzung von umweltschonenden Verkehrsmitteln und zu den Motiven der Verkehrsmittelwahl sind bereits zahlreiche Forschungsarbeiten erfolgt, geschlechterspezifische Auswertungen wurden dabei aber nicht vorgenommen. Folgende Hypothesen, unterlegt mit Daten aus dem Mikrozensus und der Verkehrsverbände, bilden die Grundlage der Vorstudie, um die geschlechterspezifischen Unterschiede im Verkehrsverhalten in groben Zügen nachzuzeichnen und den Vertiefungsbedarf für weitergehende geschlechterspezifische Untersuchungen aufzuzeigen:
1. Frauen benutzen vermehrt umweltfreundliche Verkehrsmittel, weil ihnen entweder kein Auto zur Verfügung steht oder sie keinen Führerschein haben (restriktive Ursache). Bei Männern wird die Wahl zu Gunsten von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln bewusst und mehrheitlich aus freien Stücken (ohne Restriktionen) getroffen.
2. Umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden nur solange benutzt, wie Männer und Frauen in der Stadt wohnen und keine Kinder haben. Wenn sie in den ländlichen Raum umziehen, ändern sie ihr Verkehrsverhalten zugunsten des motorisierten Individualverkehrs oder schränken ihre Mobilität ein.
Diese Veränderung ist nicht primär geschlechterabhängig, sondern ist in erster Linie durch die neu
wahrzunehmende Funktion in der Familie bedingt.
3. Männer ändern ihr Verkehrsverhalten und die Verkehrsmittelwahl nicht in Abhängigkeit der Tages-
zeit. Frauen fahren tagsüber mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln, abends mit dem Auto oder sie
bleiben zu Hause. Die Ursachen liegen im geringeren subjektiven Sicherheitsgefühl und nicht im
Fahrtzweck oder der Autoverfügbarkeit.
Short description
(English)
Research about the usage of environmentally friendly means of transport and the motives for the choice of vehicle exists. However, gender related aspects are not considered. The following hypothesis, accompanied with data from the Mikrozensus and other sources, form the basis for outlining gender differences in travel behaviour and to determine the demand for in-depth gender studies:
1. Women use environmentally friendly means of transport more frequently, either because they do not have a car at their disposal or because they do not have a drivers license (mobility constraints). Men choose environmentally friendly means of transport consciously and mostly of one's free will.
2. Environmentally friendly means on transports are only used as long as women and men live in the city and don't have any children. Once they move to the country they change their travel patterns in favour of motorized private transport or restrict their mobility. This change is not primarily related to gender but to the new role within the family.
3. Men don't change their travel patterns according to the time of day. Women use environmentally
friendly means of transport during the day, but in the evenings they use the car or stay at home. This is
because of a lower subjective feeling of safety and not because of the travel purpose or the disposal
of a car.
Project description
(German)
Vergleiche Anhang 1
Methods
(German)
Die Anwendung folgender methodischen Instrumente ist vorgesehen:
· Literaturauswertung
· Sozioökonomische und verkehrsspezifische Typisierung
· Clusterbildung
· ExpertInnengespräche
· Hypothesenbildung
· Auswertung von Datenbanken (u.a. Mirkozensus)
Special tools and infrastructure
(German)
Keine Anschaffungen vorgesehen
Overview of own research activities
(German)
Der Stand der Forschung zeigt, dass kaum Arbeiten auf dem Gebiet „Mobilität aus Sicht der Geschlechter“ bestehen. Dementsprechend hat sich die Forschungsstelle bereits eingehend mit diesem konkreten Thema befasst (s. auch spezifische SNZ-Notiz als Beilage zum Anhang 1). Es ist aber bedeutsam, dass die Berücksichtigung des vorhandenen Wissens und der Erfahrungen zu diesem Thema vor allem auch durch die Zusammensetzung der Begleitgruppe sichergestellt wird.
Im Bereich des generellen Verkehrsverhaltens und bei themennahen Bereichen kann die Forschungsstelle auf eine breite Erfahrung verweisen, namentlich bei folgenden Forschungsaufträgen:
· Entwicklung des schweizerischen Strassenverkehrs, SVI-FA, 1982
· Äussere Grenzen der Mobilität, VSS-FA, 1993
· Mobilitätsdatenmanagement für lokale Bedürfnisse SVI-FA 2001/531, 2004
Project aims
(German)
Der Kern der Forschungsarbeit (Vorstudie) soll der Frage nachgehen, welches die wesentlichen Ursachen und Unterschiede des Verkehrsverhaltens, der Verkehrsmittelwahl und der Wegketten zwischen den Geschlechtern sind und mit welchen Anpassungen bei Veränderungen des Umfelds gerechnet werden kann.
Project aims
(English)
This preliminary study will focus on gender differences in travel behaviour, choice of means of transport and trip-chaining, what the main causes for these differences are and how changes of family status, job or location can influence travel patterns.
Research agenda
(German)
siehe Abbildung zum Lösungsansatz (Anhang 1, Seite 5) und generelles Arbeitsprogramm im Anhang 1, Kapitel 5.
Transfer and application
(German)
Die Ergebnisse lassen sich wie folgt verwenden:
· Direkte Verwendbarkeit im Rahmen von verkehrsplanerischen und politischen Arbeiten und
Strategien
· Hinweise auf geschlechterspezifische Aspekte des Verkehrsverhaltens für den MZ 2010
· Gesamtsicht über den Vertiefungsbedarf von geschlechterspezifischen Fragestellungen im
Verkehrswesen für weitere Studien
Berichtsnummer
(German)
1172
Literature
(German)

- Amt für Verkehrsmanagement Landeshauptstadt Düsseldorf, Mobilitätsbedingungen und Anforderungen von Frauen in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Empfehlungen für mehr Qualität in der Mobilität von Frauen. Düsseldorf, 2004

- Kevenhörster, A. Räumliche Mobilität und ihre Bedeutung im Lebensalltag von Frauen mit Kleinkindern, Bonn, 2000

- Flade, A. Limbourg M. (Hrsg.), Frauen und Männer in der mobilen Gesellschaft, Opladen 1999

- Amt für Verkehrsmanagement Düsseldorf. Mobilitätsbedingungen und Mobilitätsanforderungen von Frauen in Düsseldorf. Empfehlungen für mehr Qualität in der Mobilität von Frauen. 2004

- ARE, BFS: Mobilität in der Schweiz. Ergebnisse des Mirkozensus 2000 zum Verkehrsverhalten. 2001

- Bauhardt, C. Stadtentwicklung und Verkehrspolitik. Eine Analyse aus feministischer Sicht. (Hrsg.: Stadtforschung aktuell). 1994:54

- Bühler, E. Frauen- und Gleichstellungsatlas Schweiz. 2001

- Dietrich, W. Stadtverkehr im Wertewandel, Zürich, 1992

- Forschungsstelle für Strassen- und Verkehrswesen, Arbeitsgruppe Verkehrsplanung. Hinweise zu Gender-Aspekten in Nahverkehrsplänen. 2004

- Frauenlobby Städtebau. Frau Stadt Angst Raum. Wie frei bewegen sich Zürichs Frauen in ihrer Stadt? 1993

- Meyer, H. Sitzplätze statt Parkplätze, Zürich, 1999

- Raumplanungsamt Kanton Bern, Planung ist auch Frauensache, Bern 1994

- Simma, A. Die Nächte gehören den Männern. (Hrsg. Forum). 2004:1

- Simma, A.: Frauen und Mobilität. Wissenschaft und Verkehr (Hrsg.: VCÖ Verkehrsclub Österreich). 1996:3

- Stadtplanungsamt der Stadt Zürich: Stadtverkehr im Wertewandel. 1992

- Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt. Bevölkerungsbefragung 2003. Grafiken und Tabellen Sicherheit. 2003

- Tiefbauamt Stadt Zürich, Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln bei Frauen und Männern, Zürich 1997