Kurzbeschreibung
(Deutsch)
|
Die Produktion von elektrischer Energie erfolgt in der Schweiz zu einem grossen Teil durch die Nutzung der Wasserkraft. Die Eingriffe bei Fliessgewässern bestehen einerseits im Aufstauen bei Laufkraftwerken und andererseits in der Entnahme und Rückgabe von Bach- resp. Flusswasser. Die Entnahme erfolgt dabei durch Wasserfassungen. Diese bestehen meist aus einem Fassungsbauwerk mit anschliessendem Entsander. Das Fassungsbauwerk ist dabei oft mit einem Grundrechen (Tiroler Wehr) oder mit einem vertikalen Rechen ausgestattet; auf diese Weise wird dem Gewässer Wasser entzogen, wobei das Geschiebe bei Hochwasser an der Wasserfassung vorbei weitertransportiert werden sollte. Von der Fassung gelangt das Wasser in den Entsander, wo bei stark reduzierter Fliessgeschwindigkeit die noch verbleibenden Feststoffe - im allgemeinen Korngrössen von über 0.5 mm - absedimentieren können. Die sich im Entsander ablagernden Feststoffe (Sand und Kies) müssen kontinuierlich oder in regelmässigen Abständen gespült werden, um die Funktionsweise des Entsanders aufrechtzuerhalten. Je nach Ausmass und Häufigkeit solcher Entsanderspülungen sind im betroffenen Fliessgewässer Beeinträchtigungen oder Schädigungen des Ökosystems zu erwarten, da meist grosse Mengen von Sand und Wasser in kurzer Zeit (schwallartig) ins Bachbett gelangen.
|
Projektziele
(Deutsch)
|
Kurze Schilderung der zu lösenden Fragen und der generellen Zielsetzung In diesem Zusammenhang soll eine Literaturstudie die bestehenden Kenntnisse zusammenfassen. Die folgenden Themen werden unter anderem behandelt: die Entsandertypen und deren Betrieb, die ökologischen Auswirkungen (Fliessgewässer, Geschiebetrieb, Fische, Benthos, Ufervegetation und -fauna), die Sicherheit (Mensch) und schliesslich die allgemeinen Verbesserungen (z.B. mögliche Massnahmen zur ökologischen Verbesserung). Danach wird es möglich sein zu bestimmen, ob und in welchen Gebieten zusätzliche Studien nötig sind.
|