ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
2004.E.01
Projekttitel
Neozoen im Hochrhein

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Neozoen
Hochrhein
Rhein 2020
Internatiomnale Rheinschutzkommission
Biologische Bestandesaufnahme
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Im Rahmen des von der Int. Rheinschutzkommission ausgearbeiteten und von der Ministerkonferenz am 29. Januar 2001 in Strassburg genehmigten Programmes "Rhein 2020" werden am Rhein im Fünfjahresturnus vom Bodensee bis zum Meer biologische Bestandsaufnahmen durchgeführt. Am Hochrhein werden diese Erhebungen in ein koordiniertes biologisches Untersuchungsprogramm integriert, welches vom Bund, den Rheinanliegerkantonen und Baden-Württemberg getragen wird. Ein wesentlicher Bestandteil bildet dabei die Bestandesaufnahme der Besiedlung mit wirbellosen Kleinlebewesen (Makrozoobenthos). Die Untersuchungen im Jahre 2000 zeigten, dass das Makrozoobenthos der Hochrheinsohle im Grossraum Basel derzeit durch Einwanderungswellen fremder Arten (Neozoa) geprägt ist, die hier eine deutliche Ausbreitungsfront bilden. Bei einigen dieser Neueinwanderer handelt es sich um Arten mit "invasorischer" Be-siedlungsstrategie, die in kürzester Zeit mit ihrer Individuenzahl und Biomasse das Makrozoobenthos des Rheins dominieren. Obwohl das Phänomen der Neozoeneinwanderung im Rhein bereits seit längerer Zeit beobachtet wird, ist es bisher nicht gelungen, Besiedlungsprozesse und Strategien einzelner Arten an ihrer Ausbreitungsfront direkt zu beobachten. Der Auftrag beinhaltet die dritte und vorläufig letzte Phase des im Jahr 2001 begonnenen Forschungs- und Monitoringprogramms zur Erfassung der Ausbreitungsgrenzen, Ausbreitungsgeschwindigkeiten und Ausbreitungswege der Neozoen im Hochrhein und seinen direkten Zuflüssen.
Projektziele
(Deutsch)
Die Ausbreitungsgrenzen der neu eingewanderten Kleinlebewesen sind präzise zu lokalisieren, die Mechanismen der Neubesiedlung sind zu charakterisieren und die Ausbreitung im Hochrhein und seinen Zuflüssen ist zu verfolgen.

Folgende Ergebnisse sind zu ermitteln bzw. zu erarbeiten und zu dokumentieren:
Weitere Entwicklung der Besiedlung mit Neozoa im Hochrhein und seinen Zuflüssen, insbesondere der "invasorischen" Arten Corophium curvispinum, Hypania invalida, Corbicula fliminea/fluminalis, Dikerogammarus villosus und Iaera istri im Jahr 2004.
Bedeutung der Schiffe als Transportmedium zur Verbreitung von Neozoen im Hochrhein (zweite Untersuchungskampagne).
Bedeutung der Neozoen als Fischnährtiere im Raum Basel (zweite Untersuchungskampagne).
Bedeutung der Neozoen in der benthischen Organismendrift im Raum Basel und deren Auswirkung auf das Wiederbesieldungspotenzial flussabwärtsliegender Rheinabschnitte (methodische Abklärungen und erste Untersuchungen).
Erstellung eines druckfertigen Abschlussberichtes.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Abschlussbericht im Rahmen der Schriftenreihe Umwelt des BUWAL. Der Bericht stellt die wichtigsten Neozoen im Hochrhein und in unmittelbar angrenzenden Gebieten vor, schätzt ihre aktuelle Besiedlungsgrenzen ab und kommentiert erste Beobachtungen über ihre Bedeutung für die angestammte Makroinvertebratenfauna und für die künftige Beurteilung des biologischen Zustandes des Hochrheins.