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Forschungsstelle
SEM
Projektnummer
Afrika 03
Projekttitel
Déterminants des trajectoires d'asile des réfugiés d'Afrique

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Weiteres Vorgehen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Asylgesuche aus Afrika sind durchaus kein neues Phänomen. Seit etwa 10 Jahren bewegt sich die Zahl der Gesuche immer zwischen 2'500 und 5'500 - im Jahr 2001 waren es etwa 4'700 Gesuche. Der Anteil Afrikaner an den Asylsuchenden ist jedoch in den ersten Monaten des vergangenen Jahres gestiegen, erst gegen Mitte des Jahres war ein leichter Rückgang zu vermerken. Die Schweiz stellt für afrikanische Asylsuchende vermutlich nicht die Erstdestination dar, vielmehr befanden sich zahlreiche Bewerber vor der Einreise in die Schweiz bereits in einem anderen europäischen Land (Frankreich, Italien). Die Mehrheit der hier anwesenden Asylsuchenden aus Afrika lassen sich in drei Herkunftsregionen einteilen:

a)   sie stammen aus den afrikanischen Nordwest Bürgerkriegsregionen

b)   sie stammen aus traditionellen Herkunftsländern wie Angola oder Kongo
c)   sie stammen aus Äthiopien und Eritrea

Bei den Asylsuchenden aus der dritten Gruppe lassen sich kaum markante Verschiebungen beobachten. Zudem ist gerade bei Somalia ein markanter Rückgang der Asylbestände feststellbar, was sich zum einen durch HUMAK- und fremdenpoli-zeiliche Regelungen, zum anderen durch Untertauchen der Personen erklären lässt. In der politischen Debatte ist vor allem die erste Gruppe - also Bewerber aus den afrikanischen Bürgerkriegsregionen - von besonderer Wichtigkeit. Dies vor allem auch, weil bei Bewerbern aus Kongo und Angola durchaus eine geordnete Rück-kehrpolitik teilweise noch durchführbar ist. Aufgrund dieser Ausgangslage wurde BFF-intern bereits der Bericht "Afrika in der Schweiz: Asyl und Migration" verfasst.


Projektziele
(Deutsch)

1)    In einem ersten Teil wird die allgemeine Entwicklung der Asylgesuche aus Afrika seit 1992 untersucht. Ziel ist es festzustellen, ob die Zunahme in einem Staat möglicherweise aufgrund von Verschiebungen bei anderen europäischen Staaten entsteht und sich darin Korrelationen feststellen lassen. Im Unterschied zur ersten Determinantenstudie wird nun eine grössere Anzahl afrikanischer Staaten unter-sucht (Elfenbeinküste, Guinea, Liberia, Mali, Nigeria, Sierra Leone, Togo, Angola, Kamerun, Kongo-Kinshasa - diese Auswahl kann nötigenfalls modifiziert werden).

2)   In einem weiteren Teil wird der mögliche Einfluss politischer Massnahmen auf den Migrationsfluss untersucht. Untersucht wird die Wirkung von Massnahmen wie: Rückkehrabkommen, Rückschaffungsmassnahmen, Kollektivregularisierungen. Dies erfolgt auch durch eine systematische statistische Auswertung der Veränderungen in der Migrationsverteilung.

3)    Ein dritter Teil liefert eine sozio-demographische Beschreibung der Asylsuchen-den und der Migrationssituation. So werden zum einen vorhandene Daten aus-gewertet, und zum anderen Experten (BFF, Frepo, Sozialarbeiter...) befragt.

4)   Im vierten Teil werden west-afrikanische Asylsuchende (Elfenbeinküste, Guinea, Mali, Nigeria, Liberia, Sierra Leone, Togo) zu ihren Migrationsstrategien, ihren Reiserouten, ihren Kenntnisse über juristische Bestimmungen (Rückübernahmeabkommen) sowie über die "Asylrealität" (Möglichkeit der Rückschaffung, Chancen auf positiven Entscheid...) befragt. Relevant ist hier auch die Frage, warum sich Asylsuchende für die Schweiz entscheiden. In diesem Teil sollen jedoch auch Gespräche mit Experten geführt werden, um ein Gesamtbild gewinnen zu können (Frepo-Befrager, Dolmetscher, Vertreter etablierter afrikanischer Gemeinden, BFF-Mitarbeitende). Nötigenfalls muss bei der Befragung der Gesuchsteller mit Hilfe von "Vermittlern" gearbeitet werden, um allfälliges Misstrauen abzubauen.

5)   Ähnlich wie bei der letzten Determinantenstudie sollen auch hier potentielle Migranten in ihrer Herkunftsregion befragt werden. In diesem Teil müssen Kontakte vor Ort genutzt werden. Eine Zusammenarbeit mit Forschern, NGO-Vertretern und allenfalls Schweizerischen Botschaften ist sinnvoll.

6)    In einem letzten Teil sollen der Migrationskontext und der Entscheidprozess afrikanischer Asylsuchender in einem Drittstaat beschrieben werden. So ist eine wichtige Hypothese, dass afrikanische Asylsuchende sich vor der Einreise in die Schweiz bereits in anderen europäischen Staaten aufgehalten haben und dort möglicherweise sogar über Aufenthaltsbewilligungen verfügten. Es sollen also potentielle Migranten in bspw. Italien oder Spanien befragt werden. Auch hier wird ein Partner vor Ort kontaktiert, welcher die Durchführung dieser Befragungen erleichtern kann.   

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Die Durchführung der Studie ermöglicht Wissenslücken im Bereich Migrationsdynamiken in Afrika zu schliessen.
Weiteres Vorgehen
(Deutsch)
Kein Folgeprojekt vorgesehen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente