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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
03-017
Projekttitel
Entwicklung, Aufbau und Betrieb eines Observatoriums "Sport und Bewegung Schweiz" (Phase I)

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Schlüsselwörter
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Sport
Bewegung
Gesundheit
Sportpolitisches Konzept
Konzept für die Sportpolitik der Schweiz
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Der Sport hat sich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Schweizer Wohnbevölkerung entwickelt. Angesichts der positiven Gesundheitseffekte und des integrativen und ökonomischen Potentials des Sports ist diese Entwicklung zu begrüssen. Allerdings zeigen verschiedene Untersuchungen, dass sich nur eine Minderheit der Schweizer Wohnbevölkerung in ausreichendem Masse bewegt, und als Folge der steigenden Bedeutung des Sports nehmen auch die mit ihm verbundenen Probleme zu: Doping, Verkehrsprobleme, Gewalt im und um den Sport und die Belastung der natürlichen Umwelt sind nur einige Stichworte zu diesem Problemkomplex.
Damit stellt sich die Frage, wie die positiven Aspekte der Entwicklung gefördert und verfestigt und gleichzeitig die Probleme minimiert werden können? Für die öffentliche Hand bedeutet dies nicht zuletzt auch: Welcher Bedarf und welche Möglichkeiten der Förderung und Lenkung der Sportentwicklung ergeben sich aus der aktuellen Entwicklung?
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat in seinem "Konzept für die Sportpolitik der Schweiz" vom 30. November 2000 die wichtige Rolle von Sport und Bewegung in der Schweiz bekräftigt und die Leitlinien seiner zukünftigen Sportpolitik umrissen. Unter den Stichworten "Gesundheit", "Bildung", "Leistung", "Wirtschaft" und "Nachhaltigkeit" werden zentrale Dimensionen des modernen Sports identifiziert und diskutiert, denen sich die Sportpolitik des Bundes in den kommenden Jahren schwerpunktmässig widmen soll. Um die Fortschritte und Probleme zuverlässig einschätzen zu können, wird dabei auch eine periodische Berichterstattung über die Entwicklungen von Sport und Bewegung in der Schweiz verlangt. Zu diesem Zweck sollen "[...] sowohl positive als auch negative Entwicklungen [...] mittels eines noch zu entwickelnden ‚Observatoriums' frühzeitig erkannt werden" (S. 13).
Projektziele
(Deutsch)
Das Observatorium "Sport und Bewegung in der Schweiz" ist auf einen Zeitraum von viereinhalb Jahren (Mitte 2003 bis Ende 2007) angelegt. In diesem Zeitraum soll ein zweckmässiges Instrumentarium zur Beschreibung und Analyse von Entwicklungen und Strukturen im Bereich Bewegung und Sport entwickelt werden, auf das weitere Monitoringanstrengungen ab dem Jahr 2007 aufbauen können.
Zusätzlich soll das Observatorium Aussagen zu allen fünf, weiter oben erwähnten Schwerpunktbereichen des sportpolitischen Konzepts und den daraus abgeleiteten Massnahmen erlauben. Vor diesem Hintergrund wurde in der Konzeptstudie eine Liste von knapp 40 Indikatoren bzw. Gruppen von Indikatoren zu den drei Hauptfragen und den fünf Schwerpunktbereichen vorgeschlagen, die im Hinblick auf das Monitoring entwickelt und analysiert werden sollen.
Abstract
(Deutsch)
Zusammenfassung
Ausgangslage und Aufgabenstellung
Der Sport ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten der
Schweizer Wohnbevölkerung geworden. Gegenwärtig sind drei Viertel der Bevölkerung zumindest
ab und zu sportlich aktiv, wobei sich die Haushalte ihre sportlichen Betätigungen im Durchschnitt
gegen Fr. 1'700.- pro Jahr kosten lassen. Alleine diese Zahlen deuten bereits auf eine
erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung von Sport und körperlicher Bewegung hin, die noch
durch den passiven Sportkonsum (Verfolgen der Berichterstattung in den Medien, Besuch von
Sportveranstaltungen), die zunehmende Bedeutung eines professionalisierten Segments im
Sport (Berufs- und Schulsport sowie touristische Dienstleistungen in den Skigebieten etc.) und
die positiven Effekte körperlicher Betätigungen auf die Gesundheit und damit auch auf die
Gesundheitskosten gesteigert werden.
Vor diesem allgemeinen Hintergrund hat der Bundesrat in seinem sportpolitischen Konzept vom
30. November 2000 unter anderem gefordert:
"Der Bundesrat lässt sich periodisch über Entwicklungen im Sport berichten. Sowohl positive als
auch negative Entwicklungen sollen mittels eines noch zu entwickelnden 'Observatoriums'
frühzeitig erkannt werden. Allfällige Fehlentwicklungen und Missstände sind mit den Partnern zu
beheben. Er beauftragt das VBS, die notwendigen Massnahmen zu treffen."
Das vom Bundesrat geforderte Monitoring von Sport und Bewegung in der Schweiz soll auf der
Grundlage von bestehenden und allenfalls neu zu erhebenden, empirischen Daten neben allgemeinen
Hinweisen auf die Entwicklung in den fünf Schwerpunktbereichen des sportpolitischen
Konzepts - Gesundheit, Bildung, Leistung, Wirtschaft, Nachhaltigkeit - vor allem auch vertiefte
Analysen der folgenden drei Fragstellungen enthalten:
"1. Welches sind Niveau und Trends des gesundheitlich relevanten, mit repetitiven Querschnittssowie
Längsschnittstudien dokumentierten Sport- und Bewegungsverhaltens der Schweizer
Bevölkerung?
2. Welches sind Niveau und Trends von Sportunfällen und -schäden in der Schweiz (umfassendes
Monitoring von Inzidenz, Risikofaktoren, Kosten)? Wie ist das Kosten-Nutzenverhältnis
realisierter Präventionsprogramme zur Sportunfallverhütung?
3. Welches sind die dokumentierbaren Auswirkungen des Bundesengagements in der Sport- und
Bewegungsförderung und der Dopingprävention, unter besonderer Beachtung des Kriteriums
der geforderten Nachhaltigkeit?" 1
Auf der Grundlage dieser allgemeinen Vorgaben wurde in der ersten Hälfte des Jahres 2003 ein
allgemeines Indikatoren- und Umsetzungskonzept für das im Zeitraum 2004-2006/07 zu
schaffende Observatorium Sport und Bewegung erarbeitet (vgl. das Konzeptpapier von
Lamprecht und Stamm 2003). Ausgehend von der Überlegung, dass eine vollständige Analyse
und Beschreibung von Sport und Bewegung in der Schweiz unmöglich ist und in erster Linie
von bereits bestehenden Daten ausgegangen werden soll, stellte das Konzept die fünf
1 Zitiert gemäss "Forschungskonzept 2004 - 2007 'Sport und Bewegung'" von Juni 2002 (BASPO 2002)
sowie der Sonderausgabe 2/02 der Zeitschrift "Sportpolitik" mit dem Titel "Sportpolitisches Konzept -
Umsetzungsmassnahmen".
Observatorium Sport und Bewegung - Zwischenbericht Februar 2004 /4
allgemeinen Interventionsbereiche des sportpolitischen Konzepts und die drei prioritären
Fragestellungen des Monitorings ins Zentrum des Interesses. Das auf dieser Grundlage
entwickelte Messkonzept enthält rund vierzig verschiedene Indikatoren und Indikatorengruppen
(vgl. Teil II), die für eine zuverlässige Analyse des aktuellen Zustands und der
Entwicklungstendenzen von Sport und Bewegung in der Schweiz notwendig sind.
Ein genauerer Blick auf die wünschenswerten Indikatoren zeigt allerdings ein in der Schweiz
auch mit Bezug zu anderen Themenbereichen bekanntes Problem: Für verschiedene
Fragestellungen existiert (noch) keine zuverlässige und brauchbare Datengrundlage. Als Folge
muss das Observatorium daher schrittweise aufgebaut werden. Zunächst sind diejenigen
Indikatoren zu entwickeln, für die bereits Daten existieren, parallel dazu müssen aber auch
neue Datenquellen erschlossen werden - sei es durch begrenzte, eigene Datenerhebungen
durch das Observatorium oder durch die Unterstützung von und Kooperation mit
Organisationen, welche sich ihrerseits mit der Sammlung von Daten beschäftigen.
Diese Überlegungen zeigen auf, dass die Dauerbeobachtung von Sport und Bewegung in der
Schweiz nicht isoliert aufgebaut werden kann, sondern in verschiedenerlei Hinsicht die
Unterstützung von anderen Akteuren suchen muss. Zu diesem Zweck wurde einerseits eine
Begleitgruppe mit Vertreter/-innen von für das Observatorium zentralen Organisationen ins
Leben gerufen2, andererseits werden auch direkte Kontakte zu Personen und Organisationen
aufgebaut, die im Rahmen des Forschungskonzepts 2004-2007 "Sport und Bewegung" Projekte
durchführen, welche einen Beitrag zum Monitoring leisten können.
Auf der Grundlage dieser verschiedenen Kooperationen soll bis zum Ende der ersten Projektphase
(2006/2007) ein vollständiges Indikatorensystem entwickelt werden. Der Fortschritt der
Arbeit wird dabei jährlich im Rahmen eines Berichts festgehalten, der neben den verfügbaren
Indikatorenreihen und entsprechenden Kommentaren ab Ende 2004 jeweils auch eine oder
zwei Vertiefungsstudien zu besonders interessierenden Themenbereichen enthalten wird. Der
vorliegende, erste Bericht weicht von diesem allgemeinen Format insofern ab, als er das
Schwergewicht auf eine Rekapitulation des Indikatorenkonzepts (Teil II), die Darstellung der
bereits verfügbaren Indikatorenreihen (Teil III) und einen Ausblick auf die weiteren Arbeiten der
kommenden Monate (Teil IV) legt, aber noch keine Vertiefungsstudien enthält. Die folgenden
Abschnitte des vorliegenden Teils I enthalten überdies kurze Zusammenfassungen der weiteren
Teile des Berichts.
2 Der Begleitgruppe gehören neben dem BASPO als Auftraggeber und wichtigstem
Kooperationspartner die bfu, das Bundesamt für Statistik, die SUVA, die Swiss Olympic Association,
das Centre International d'Etude du Sport (Neuchâtel) und das Institut für Präventivmedizin der
Universität Lausanne an.
Observatorium Sport und Bewegung - Zwischenbericht Februar 2004 /5
Stand der Arbeit (Zusammenfassung von Teil II)
Im ersten Projektjahr des Observatoriums wurden drei zentralen Arbeitsschritte durchgeführt:
1) Konzeptstudie und erste Indikatorenselektion: In enger Zusammenarbeit mit dem BASPO
wurde zwischen Frühjahr 2003 und Herbst 2003 ein Indikatorenkonzept erarbeitet, das die
Grundlage für die Entwicklungsarbeit der kommenden Jahre bilden wird. Dabei wurden rund
40 Indikatorenreihen bzw. Gruppen von Indikatoren bestimmt (vgl. Teil II), die nach ihrer
Wichtigkeit und Verfügbarkeit vier unterschiedlichen Gruppen zugeordnet wurden. Das
Entwicklungsziel für das erste Projektjahr umfasste dabei diejenigen Indikatoren, zu denen
bereits schon Daten vorliegen (Gruppen 1 und 3, vgl. Teil II).
2) Aufbau einer Begleitgruppe und Einbettung des Observatoriums in andere Initiativen: Ein Teil
dieser Indikatoren - vor allem aber auch die Indikatoren, zu denen noch keine Angaben in
ausreichender Qualität vorliegen (Gruppen 2 und 4, vgl. Teil II) - können nur in Kooperation
mit anderen Partnern entwickelt werden. Im Herbst 2003 wurden deshalb einerseits eine
Begleitgruppe bestehend aus Verteter/-innen von BASPO, BFS, bfu, CIES, SUVA, Swiss
Olympic und dem Institut für Präventivmedizin der Universität Lausanne gegründet, die sich
im November 2003 zum ersten Mal traf, um die Modalitäten der Zusammenarbeit zu klären.
Im Rahmen eines weiteren Treffens im Februar 2004 wurde der Entwurf des vorliegenden
Berichts diskutiert und die weitere Zusammenarbeit umrissen.
Mit verschiedenen der erwähnten Organisationen, ausgewählten Projektverantwortlichen des
Forschungskonzepts 2004-2007 "Sport und Bewegung" sowie verschiedenen Umsetzungsverantwortlichen
des sportpolitischen Konzepts wurden zudem in bilateralen Kontakten erste
Indikatorenreihen entwickelt und die weitere Zusammenarbeit abgesprochen.
3) Entwicklung, Darstellung und Analyse erster Indikatoren: Ab Herbst 2003 wurden die ersten
Indikatoren aufbereitet. Das Resultat dieser Arbeit findet sich in Teil III des vorliegenden
Berichts - eine kurze Zusammenfassung zentraler Resultate ist im folgenden Abschnitt
enthalten.
Zentrale Resultate (Zusammenfassung von Teil III)
Die bereits vorliegenden Indikatoren zeichnen ein zwar unvollständiges, gleichwohl aber
aufschlussreiches Bild des Zustands und der Entwicklungstendenzen von Sport und Bewegung
in der Schweiz. Mit Bezug zu den drei zentralen Fragestellungen des Observatoriums können
zwar noch keine zuverlässige Aussagen gemacht werden, doch erste vorsichtige Anworten
können bereits gegeben werden:
Bezüglich des "Niveaus und der Entwicklung der körperlichen Bewegung" lässt sich festhalten,
dass der "Trend zur Inaktivität" offenbar gebremst werden konnte, dass aber nach wie vor ein
grosser Teil der Bevölkerung nicht oder ungenügend körperlich aktiv ist. Gerade weil die
Erfahrung mit früheren Bewegungsförderungsprogrammen zeigt, dass sich grosse Teile der
Zielgruppe nicht oder nur zögernd zu einer Verhaltensänderung bewegen lassen, sind hier für
die Zukunft innovative Ansätze gefragt, wie sie stellenweise im sportpolitischen Konzept bereits
thematisiert werden. Diese neuartigen Ansätze haben vor allem auch die "Sportunfälle und
-verletzungen" mit zu berücksichtigen, die sich gegenwärtig zwar stabil entwickeln, bei denen
aber durchaus noch Raum für Verbesserungen besteht. Die aktuellen Kampagnen der SUVA im
Observatorium Sport und Bewegung - Zwischenbericht Februar 2004 /6
Wintersport und im Fussball weisen in die richtige Richtung, weil es sich hier nicht nur um
überaus populäre, sondern auch vergleichsweise risikohafte Aktivitäten handelt. Daneben
dürfen aber auch auf den ersten Blick weniger wichtige Sportarten und Aktivitäten nicht
vergessen werden, die im Aggregat ebenfalls einen erheblichen Beitrag zu den gesamten
Sportunfällen leisten.
Auf die Frage nach den "Kosten und Auswirkungen des Bundesengagements" im Sport können
noch keine zuverlässigen Antworten gegeben werden. Zwar lässt sich zeigen, dass die
sportspezifischen Ausgaben des Bundes in den vergangenen Jahren verhältnismässig stark
angestiegen sind, da jedoch erst ansatzweise "Outcome-Messungen" existieren, lässt sich nicht
beurteilen, ob die Bundesinvestitionen erfolgreich waren. Immerhin deuten die Angaben aus
einigen ausgewählten Projekten jedoch darauf hin, dass das verfügbare Geld zweckmässig und
zielgerichtet eingesetzt wird.
Auf einer allgemeinen Ebene kann schliesslich festgehalten werden, dass die Schweiz in den
fünf thematischen Bereichen des sportpolitischen Konzepts - Gesundheit, Bildung, Leistung,
Wirtschaft, Nachhaltigkeit - bereits ein ansehnliches Niveau erreicht hat und auf gut etablierte
Strukturen aufbauen kann. In allen Bereichen lässt sich jedoch ein weiteres Verbesserungspotential
nachweisen und in gewissen Bereichen - insbesondere bei der Gesundheit und der
Bildung - wird es in der unmittelbaren Zukunft nicht zuletzt darum gehen, das bereits Erreichte
gegen Abbautendenzen und negative Trends zu verteidigen.
Ausblick (Zusammenfassung von Teil IV)
Der vorliegende Zwischenbericht enthält Angaben zu rund der Hälfte der geplanten Indikatoren.
Vor diesem Hintergrund wird sich die Weiterarbeit im laufenden und den kommenden Jahren in
erster Linie mit der Entwicklung der noch nicht vorliegenden Indikatorenreihen beschäftigen
müssen, wobei aber auch die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Daten nicht
vergessen werden darf. Vor diesem Hintergrund wird ein mehrteiliges Vorgehen mit den
folgenden Schwerpunkten vorgeschlagen (vgl. auch Abbildung 1 und Tabelle 5 in Teil IV):
A. Weiterentwicklung bestehender Indikatoren: In diesem Teil der Arbeit geht es im
wesentlichen um die Verbesserung und Weiterentwicklung von Indikatoren, welche im
vorliegenden Bericht bereits dokumentiert sind. In gewissen Fällen werden hier zusätzliche
Datenerhebungen und Analysen notwendig werden, während es in anderen Fällen genügt,
die bestehenden Datenreihen periodisch zu aktualisieren. Teilweise involviert die
Weiterentwicklung der Indikatoren zudem die Unterstützung und Beratung von Institutionen
beim Aufbau und der Systematisierung von Datenbanken.
Im Rahmen dieser Weiterentwicklungsarbeiten sollen auch zentrale Indikatoren vertieft
untersucht und dargestellt werden. Für den Bericht des Jahres 2004 ist die Erstellung einer
Vertiefungsstudie zur Entwicklung des Niveaus von Sport und körperlicher Bewegung
geplant, welche detaillierte Befunde zu diesem Themenbereich enthalten wird. Darüber
hinaus werden die Themen "Sportunfälle und -verletzungen" sowie "Jugend + Sport" vertieft
behandelt werden.
B. Neuentwicklung von Indikatoren: Da aus finanziellen und personellen Gründen nicht alle
fehlenden Indikatoren simultan entwickelt werden können, müssen diese stufenweise
Observatorium Sport und Bewegung - Zwischenbericht Februar 2004 /7
erhoben werden. Unterschieden wird dabei zwischen drei Entwicklungsschritten, die mit
unterschiedlicher Priorität angegangen werden:
i) Von besonderer Bedeutung ist die Aufarbeitung und Darstellung von Indikatoren zu
zentralen Themen des sportpolitischen Konzepts, zu denen noch keine zuverlässigen Angaben
vorliegen. Hier wird im laufenden Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche
"Seniorensport" und "Nachwuchsförderung" zu richten sein.
ii) Parallel dazu wird die Entwicklung einer Reihe von weiteren, zentralen oder voraussichtlich
zeitaufwendigen Indikatoren anzupacken sein. Hier steht die Zusammenarbeit mit verschiedenen
Bundesprojekten sowie ausgewählten Projekten des Forschungskonzepts
2004-2007 "Sport und Bewegung" (volkswirtschaftliche Bedeutung sowie Integrationsleistungen
des Sport) im Vordergrund.
iii) Der Start der Neuentwicklung von Indikatoren, welche als nicht prioritär eingestuft werden,
ist dagegen erst für das Jahr 2005 geplant.
C. Integration zusätzlicher und Elimination problematischer Indikatoren: Neben diesen Neu- und
Weiterentwicklungen auf der Grundlage des bestehenden Indikatorenkonzepts darf nicht vergessen
werden, dass sich während der Projektarbeit auch ein Bedarf nach der Aufnahme zusätzlicher
Indikatoren ergeben könnte. Hier sind entsprechende Arbeitsreserven einzuplanen.
Umgekehrt ist auch denkbar, dass sich der eine oder andere Indikator als wenig aussagekräftig
oder problematisch erweist. Solche Indikatoren wären aus der Berichterstattung
zu eliminieren und gegebenenfalls durch alternative Angaben zu ersetzen.
D. Weitere Aktivitäten: Schliesslich gehören zum Arbeitsprogramm des Observatoriums auch
die Berichterstattung, die Diffusion von Resultaten und die Aufrechterhaltung des Kontakts
zur Begleitgruppe und weiteren Akteuren. Von besonderer Bedeutung sind im laufenden
Jahr die Erstellung eines kurzen, informativen Berichts und einer Vertiefungsstudie zum
Bewegungsverhalten in der Schweiz sowie die Redaktion des ersten, gegenüber dem
vorliegenden Bericht erweiterten "Hauptberichts.
Observatorium Sport und Bewegung - Zwischenbericht Februar 2004 /8