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Unité de recherche
OFEN
Numéro de projet
100243
Titre du projet
Best Practice - Marktordnung, -transparenz und -regelung zugunsten der Durchsetzung energieeffizienter Lösungen am Markt

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
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Rapport final
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
TP0087;F-Energiewirtsch. Grundlagen
Description succincte
(Allemand)
Prüfen, welche Hemmnisse der Durchsetzung von Best Price im Energiebereich entgegenstehen. Massnahmen prüfen, die der Best Price-Technologie zum Durchbruch verhelfen. Formulieren von Empfehlungen an die wirtschaftlichen Akteure.
Rapport final
(Allemand)
Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, wieso sich im Baumarkt die sogenannten Best Practice-Lösungen nicht stärker durchsetzen - und welche Massnahmen die Durchsetzung dieser Lösungen am Markt fördern könnten. Unter Best Practice verstehen wir Produkte mit einem hervorragenden Niveau an Energieeffizienz, die das beste Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Die Studie untersucht in dieser Hinsicht thermische Solaranlagen, Komfortlüftungen, Fenster, Wärmedämmung und Luft/Wasser-Wärmepumpen. Generell bestehen im Baumarkt signifikante Informationsdefizite zu Energieeffizienzprodukten. Dies erschwert es Marktteilnehmern, die eigentliche Best Practice Lösung zu identifizieren. Manche Energieeffizienzlösungen zeichnen sich zudem durch eine relativ hohe Komplexität aus. Während gut ausgebildete Intermediäre (z.B. Installateure) die Informationsdefizite reduzieren könnten, wird die Problematik der schwierigen Informationslage durch die teils ungenügende Ausbildung bzw. Weiterbildung mancher Marktakteure verstärkt. Insbesondere beim Installationsgewerbe wurden hier Defizite identifiziert. Potenziert wird die Problematik der mangelnden Information zu Best Practice Produkten durch die im Baubereich festzustellende Prinzipal-Agent-Situation bei asymmetrischen Informationen. Konkret heisst dies: der Bauherr (der Prinzipal) muss zur Durchführung der Planung und Bauleitung seines Vorhabens einen Agenten (also einen Architekten oder einen Installateur) beauftragen. Dieser Agent hat unter Umständen eigene Interessen, die nicht mit denen des Bauherren übereinstimmen. Die Informationen sind aber nicht symmetrisch verteilt; wenn der Architekt von einer Energieeffizienzmassnahme abrät, kann der Bauherr nur bedingt überprüfen, ob die Massnahme tatsächlich nicht attraktiv ist, oder ob der Agent einfach kein Interesse daran hat. Ein weiterer Hinderungsgrund für die schnelle Durchsetzung von modernen (Best Practice) Energieeffizienzmassnahmen ist der Umstand, dass der Baumarkt generell ein schlechtes Umfeld für die Durchsetzung von Pionierprodukten bietet. Und schlussendlich wird die Durchsetzung von Best Practice Produkten in grossem Masse von den allgemein schwierigen Marktbedingungen für Energieeffizienzmassnahmen behindert. Wäre der Markt für Energieeffizienz im Baubereich grösser, dann würden viele der beschriebenen Probleme an Bedeutung verlieren. Insbesondere würden sich mit der Vergrösserung des Marktes für energieeffiziente Produkte die Information der Agenten und die Transparenz des Marktes verbessern, und Energieeffizienz am Bau wäre kein Pioniermarkt mehr. Aus diesen Gründen ist die allgemein mangelnde Attraktivität von Energieeffizienzmassnahmen im Baubereich auch ein grosser Hinderungsgrund für die Durchsetzung von Best Practice Produkten. Relevant sind hier insbesondere die fehlende Internalisierung externer Kosten fossiler Energie sowie die intertemporär und interregional inkonsistente Gewährung von Subventionen im Bereich der Energieeffizienz. Aber auch manche rechtliche Regelungen stehen der Durchführung von Energieeffizienzmassnahmen entgegen. Als Handlungsempfehlungen hebt die Untersuchung die Bedeutung von Information und Ausbildung hervor. Durch eine Verbesserung der allgemeinen Informationslage zu Energieeffizienz und Best Practice Lösungen wird u.a. die Prinzipal-Agent-Problematik entschärft. Verstärkte Anreize zur Weiterbildung könnten z.B. durch einen Bildungsfonds für das gesamte Baugewerbe geschaffen werden. Weiter könnten Marktteilnehmer, die sich in Sachen Energieeffizienz weiterbilden, entsprechende Labels erhalten. Die Kunden wären dadurch über den Ausbildungsstand von Marktteilnehmern informiert; auf der Anbieterseite (z.B. bei den Architekten und Installateuren) würden die Anreize zur Weiterbildung erhöht. Schliesslich muss die Attraktivität von Energieeffizienzmassnahmen im Baubereich allgemein verbessert werden. Massnahmen hierfür sind bekannt: Internalisierung externer Kosten, bessere Ausgestaltung der Subventionen, geeignete Normen und Vorschriften, die Ziele vorgeben und Spielraum bei der Wahl der Mittel lassen, sowie Aufhebung rechtlicher Hindernisse. Wenn sich der Einsatz von Energieeffizienz mehr als bisher rechnet, dann werden sich die Marktteilnehmer aus eigenem Interesse verstärkt über die vorhandenen Best Practice Lösungen informieren.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Basler & Hofmann AG
B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Kägi,Wolfram
Schäfli,Martin
Siegrist,Stefan
Hässig,Werner
Documents annexés