Der IEA HPP Annex 28 hat eine Rechenmethode zur Berechnung des Jahresnutzungsgrades von kombiniert arbeitenden Wärmepumpensystemen für Heizung und Warmwasser entwickelt, die auch eine Erweiterung für Wärmepumpenkompaktgeräte einschliesst. Gleichzeitig wurden angepasste Prüfverfahren zur Ermittlung der für die Rechnung notwendigen Wärmepumpenkennfelder ausgearbeitet.
Im Rahmen des Annex 28 sind insgesamt fünf Systeme inklusive Direktverdampfung, Sole–Wasser und Luft-Wasser Kompaktgeräten mit Feldmessungen verglichen worden. Diese ersten Validierungen der Rechenmethode zeigen zufriedenstellende Resultate.
Die Ergebnisse sind bereits in das entstehende europäische Normenwerk im Rahmen der EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie EPBD integriert worden. Die Implementierung der Ergebnisse zur Prüfmethode erfolgt in der entsprechenden CEN Arbeitsgruppe des TC 113. Auch wenn die Entwürfe noch in der Vernehmlassung bzw. in der Diskussion sind, scheint eine einheitliche Rechenmethode, die sich auf eine angepasste Produktenorm zur Ermittlung der Kennfelder abstützt, realistisch, so dass die Zielsetzungen des IEA HPP Annex 28 damit auf europäischer Ebene erreicht wurden.
Im Hinblick auf die internationale Normung sind durch Bezug auf die Bin-Methode die Rechenansätze sehr ähnlich. Bei der Typenprüfung bestehen allerdings noch Unterschiede wegen unterschiedlicher Systeme, die die nationalen Märkte dominieren. Insofern müssten international einheitliche ISO Standards bei einer Vereinheitlichung der Prüfmethoden ansetzen. Der Annex 28 hat hierzu eine detaillierte Analyse der relevanten Normen in Europa, Nordamerika and Japan geliefert, die diesen Prozess beschleunigen kann.
Weitere Informationen zum Projekt, den Teilnehmern sowie Veröffentlichungen und weitere Dokumente in Verbindung mit dem Annex 28 stehen auf der Annex-Website unter
http://www.annex28.net zur Verfügung.
Der Schlussbericht ist beim IEA Heat Pump Centre erhältlich und kann in der Rubrik Publikationen/ Berichte unter
http://www.heatpumpcentre.org bestellt werden.