Kurzbeschreibung
(Deutsch)
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Die lungengängigen Fraktionen des Schwebestaubs sind ein bedeutender Risikofaktor für die menschliche Gesundheit. In der Schweiz ist die Belastung durch Feinstaub in Städten und nahe bei Strassen zu hoch, und die Grenzwerte für PM10 der Luftreinhalteverordnung werden regelmässig überschritten. Der Feinstaub in der Atmosphäre besteht aus primären und sekundären Anteilen. Um die Belastung durch Feinstaub wirksam senken zu können, müssen die wichtigen Emissionsquellen bekannt sein. Zudem braucht es Quellen-Rezeptor Beziehungen, um die Wirksamkeit von emissionsmindernden Massnahmen zu beschreiben. Für primäre Partikel bestehen solche Beziehungen, während für die sekundären Partikel, welche in der Atmosphäre aus Vorläufersubstanzen gebildet werden, noch keine einfachen Quellen-Rezeptor Beziehungen bekannt sind. Unter den anorganischen Vorläufersubstanzen von sekundären Partikeln nimmt Ammoniak als einziges basisches Spurengas eine Schlüsselstellung ein. Die chemische Analyse von Partikeln zeigt denn auch, dass der sekundäre Anteil im Wesentlichen aus Ammoniumnitrat und -sulfat besteht.
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Projektziele
(Deutsch)
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Der grösste Emittent von Ammoniak ist in der Schweiz ist die Landwirtschaft, welche für rund 90% der Ammoniakemissionen verantwortlich ist. Diese Emissionen können ohne Abbau des Viehbestandes erheblich reduziert werden. Es soll abgeklärt werden, welche Reduktion in der Bildung von sekundären Partikeln durch Minderungen der Am-moniakemissionen erreicht werden kann. Dazu sollen Modell-Instrumente entwickelt werden, um den Einfluss landwirtschaftlicher Emissionen auf die Bildung sekundärer Partikel zu quantifizieren und die Wirksamkeit von Emissionsreduktionen in verschiedenen Szenarien zu beurteilen. Daneben soll die chemische Rolle des Ammoniaks bei der Aerosolbildung untersucht werden.
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