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Forschungsstelle
BAG
Projektnummer
02.001391
Projekttitel
Prävention von Problemverhalten im Übergang von der Kindheit in die frühe Adoleszenz: Eine semi-experimentelle Längsschnittstudie

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
  • jugendliches Problemverhalten
  • präventive Massnahmen
  • evidenzbasierte Prävention
  • Spannungsfeld Schule, Familie, Gemeinde
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Längsschnittstudie umfasst eine Befragung von 1000 in Zürich wohnenden Kinder. Diese werden erstmals im Alter von 7 Jahren, später im 8 und 9 Lebensjahr befragt sowie zugleich die Lehrer und ein Elternteil der Kinder.
Der Fragebogen umfasst ein breites Spektrum kindlichen Verhaltens welches als Prädiktor späteren Problemverhaltens, wie Gewalt und der Konsum psychoaktiver Substanzen, gesehen werden kann.

Die Studie soll dazu beitragen, jugendliches Problemverhalten im Spannungsfeld von Schule, Familie, Gemeinde und Persönlichkeit der Heranwachsenden besser zu verstehen. Zugleich soll im Rahmen evidenzbasierter Prävention die Wirksamkeit von implementierten Massnahmen evaluiert werden.

Projektziele
(Deutsch)

Die vorliegende Längschnittstudie will jugendliches Problemverhalten, welches im Übergang vom Kinder- zum Jugendalter auftritt, erfassen. Es sollen Faktoren aus dem Bereich Schule, Familie, Gemeinde sowie der Persönlichkeit identifiziert werden, welche zu jugendlichem Problemverhalten führen. Zugleich sollen im Rahmen eines semi-experimentellen Designs Informationen über die Wirksamkeit von präventiven Massnahmen gewonnen werden.

Abstract
(Deutsch)

Zürcher Projekt zur sozialen Entwicklung von Kindern – Abstract

Ziele: Das Zürcher Projekt zur sozialen Entwicklung von Kindern verfolgt zwei Ziele. Als prospektive Längsschnittstudie soll es helfen, Grundlagenkenntnisse im Bereich der Entwicklung von Problemverhalten bei Kinder und Jugendlichen in einem multikulturellen urbanen Umfeld zu erarbeiten. Als randomisierte Studie evaluiert sie die Wirksamkeit zweier Frühpräventionsprogramme; ein schulbasiertes Programm zur Förderung sozialer Kompetenzen und ein Elterntrainingsprogramm.

Methode: Die Stichprobe umfasst rund 1300 zu Studienbeginn 7-jährige Kinder sowie ihre Eltern. Die Kinder wurden bisher in jährlichen Abständen 3-mal mittels spielerischer Tests und Interviews in der Schule befragt. Parallel dazu wurde ein Elternteil mittels standardisierten Interviews in der Muttersprache befragt. Dies bedingte die Übersetzung der Fragebögen in 10 Sprachen. Zudem wurden die Lehrpersonen in halbjährlichen Abständen um eine schriftliche, standardisierte Einschätzung jedes Kindes gebeten. Die 56 teilnehmenden Schulen wurden nach Zufallsprinzip in vier Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe diente als Kontrollgruppe, in der zweiten wurde das Sozialkompetenztraining umgesetzt, in der dritten das Elterntraining und in der vierten Gruppe beide Programme zusammen.

Ergebnisse: Bisher lässt sich für keines der beiden Programme eine signifikanten Verbesserung des kindlichen Sozialverhaltens nachweisen. Dagegen wurden mit dem Sozialkompetenztraining Verbesserungen im Bereich der Gefühlserkennung und der Konfliktbewältigungsstrategien erzielt, während Eltern, die das Elterntraining durchliefen, weniger impulsiv und physisch bestrafen.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Die bisherigen Ergebnisse stellen den Mehrwert universeller Frühpräventionsprogramme in einem Kontext dar, der teilweise in Frage gestellt werden muss, wo bereits grosse Bemühungen im Bereich der Gewaltprävention unternommen werden.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Eisner, M., Ribeaud, D., Jünger, R. & Meidert, U. (2007, im Druck). Frühprävention von Gewalt und Aggression. Ergebnisse des Zürcher Interventions- und Präventionsprojektes an Schulen. Zürich/Chur: Rüegger.

Eisner, M., Jünger, R. & Greenberg, M. (2006). Gewaltprävention durch die Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen in der Schule: Das PATHS/PFAD Curriculum. Praxis der Rechtspsychologie, 16, 144-168.

 

Zugehörige Dokumente
Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)

Eisner, M. & Ribeaud, D. (2007). Conducting a criminological survey in a culturally diverse context: Lessons from the Zurich Project on the Social Development of Children. European Journal of Criminology, 4(1), 271-298.

Eisner, M. & Ribeaud, D. (2006). A randomised field experiment to prevent violence. The Zurich Intervention and Prevention Project at Schools, zipps. European Journal of Crime, Criminal Law and Criminal Justice, 2005, 13(1), 27-43.

Lier, P. van, Vitaro, F. & Eisner, M. (2007). Preventing aggressive and violent behavior: Using prevention programs to study the role of peer dynamics in maladjustment problems. European Journal on Criminal Policy and Research, 13(3-4), 277-296.