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Wissen ist eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung. Indem Benachteiligten Zugang zu Wissen und Information verschafft wird, befähigt man sie, ihre Entwicklungs- und Transitionsprobleme eigenständig zu erforschen und anzugehen. Der Beitrag des vorliegenden Programms an Forschungspartnerschaften, die Generierung entwicklungsrelevanten Wissens und den Aufbau von Forschungskapazität ist für die Partnerländer von grosser Bedeutung. Diese Stossrichtung entspricht der DEZA Forschungspolitik.
Das Programm wurde seit 2000 mit Swisscontact als Vertragspartner in einer Pilot- und einer Initiierungsphase durchgeführt. Vor kurzem hat die Konferenz der Fachhochschulen eine Strategie definiert und formell verabschiedet, welche für den Bereich 'Forschung zu Fragen der globalen Nachhaltigkeit und Entwicklung' verbindliche Ziele festlegt. Ferner haben die Fachhochschulen eine organisatorische Struktur errichtet, die der direkten Durchführung des vorliegenden Programms und weiterer Aktivitäten im Bereich Entwicklungszusammenarbeit dient. Mit diesen Schritten haben die Fachhochschulen ihr langfristiges Interesse an den Inhalten des vorliegenden Programms bestätigt.
Nahezu 60 Einzelprojekte und Forschungspartnerschaften wurden bis anhin von ca. 40 Teilschulen und Abteilungen von FH durchgeführt. Die Aktionen kamen Partnerländern in Asien und im Mittleren Osten (37 %), Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (28 %), Lateinamerika (18 %) und Afrika (17 %) zugute.
Aufgrund von zwei Evaluationen steht fest, dass die Ziele der beiden Phasen weitgehend erreicht wurden. Das Programm bewirkte für die beteiligten Forschungsinstitute sowie KMU und Organisationen der Zielbevölkerung einen klaren Nutzen. Das Potential der Fachhochschulen für Forschungspartnerschaften im EZA Bereich ist grösser als das bisher erreichte Ausmass. Der Stellenwert solcher Aktivitäten könnte somit künftig noch wachsen. Die spezifischen Kompetenzen der Fachhochschulen in anwendungsorientierter Forschung stellen eine wichtige Ergänzung des universitären Tätigkeitsfelds dar. Wegen der oft beobachteten praktischen Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen ist angewandte Forschung und Entwicklung für viele Partner und Situationen vor Ort besonders naheliegend.