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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
2.04.04
Projekttitel
Kastration von neonaten Stierkälbern in Mutterkuhhaltung
Projekttitel Englisch
Castration in new born calves in Swiss suckler beef production

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Kastration, Kalb, Art. 65 TSchV, Anästhesie, Schmerz
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Ziel der geplanten Feldstudie ist zum einen, unter Schweizer Praxisverhältnissen die Durchführbarkeit und Schmerzprovokation der Gummiringkastration mit neu vorgeschriebener Lokalanästhesie mit der aus dem derzeit laufenden Subprojekt A (BVET 2.03.01) als geeignetste Methode hervorgehenden Kastrationstechnik zu vergleichen. Die ca. 20 Stierkälber in Mutterkuhhaltung der ETH-Forschungsstation Chamau sollen zum praxisüblichen Zeitpunkt, d.h. in den ersten Lebenstagen, kastriert, und danach mit abnehmender Intensität während ca. 60 Tagen beobachtet werden. Neben ethologischen Parametern sollen physiologische und klinische Parameter ebenso erfasst werden wie Leistungsparameter. Da nach dem Kastrationsvorgang methodenabhängig über Tage bis Wochen Schmerzreaktionen festgestellt werden können, soll als zweites Teilziel der Effekt eines Langzeitanästhetikums (Bupivacain) mit dem eines Kurzzeitanästhetikums (Lidocain) auf die Schmerzreaktionen nach Gummiringkastration verglichen werden; - dies in unmittelbarer Folge von Subprojekt A, wo derzeit mit einer Kurzzeitanästhesie gearbeitet wird. Auch diese Untersuchung wird auf dem ETH-Betrieb Chamau, jedoch, analog zu Subprojekt A, an in Gruppenbuchten gehaltenen Milchmastkälbern aus dem betriebseigenen Milchviehbestand durchgeführt (10 Kälber pro Behandlungsgruppe, Kastration am 1.-3. Lebenstag, Datenerfassung analog Subprojekt A). Das vorliegende Projekt soll weitere wissenschaftliche Grundlagen zum Verständnis der durch verschiedene Kastrationsmethoden entstehenden Belastung für die Kälber liefern, und zur Konsensfindung, Akzeptanz und praktischen Umsetzung von Massnahmen, die sich aus der Revision von Artikel 65 TSchV ergeben haben, beitragen.
Projektziele
(Deutsch)
- Validierung der Ergebnisse aus der aktuellen, unter experimentellen Bedingungen durchgeführten Untersuchung (Subprojekt A) in einer Mutterkuhherde (ETH-Forschungsstation Chamau) unter praxisüblichen Produktionsbedingungen.
- Evaluation des Effektes eines Langzeit-Lokalanästhetikums bei der Kastration mittels Gummiring beim jungen Kalb (Kastration am 1.-3. Lebenstag).

Ausblick:
Vergleich der Wirkung eines Langzeit-Lokalanästhetikums mit der Wirkung einer präoperativen Applikation eines Analgetikums zur postoperativen Schmerzlinderung nach Kastration von Kälbern mit der aus den Subprojekten A und C hervorgegangen "besten" Kastrationsmethode. Dafür können wiederum die betriebseigenen Kälber der ETH-Forschungsstation Chamau verwendet werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, in Fortsetzung von Subprojekt B (BVET-Projekt 2.03.1) künftig analoge Untersuchungen an Lämmern der betriebseigenen Schafherde (120 Auen) durchzuführen. Entsprechende Projekteingaben sind für 2004 vorgesehen.
Abstract
(Deutsch)
Die Kastration mit der Burdizzozange dauerte länger als die Kastration mittels Gummiring und die Scheinbe­handlung (p < 0.001). Verglichen mit der Kontrollgruppe (K) waren bei den Burdizzokälbern (B) die Cortisoltiter höher (p < 0.0075), während sich die Gummiring-Kälber (G) nicht signifikant von den beiden andern Gruppen unterschieden. Der Wundheilungsprozess dauerte bei G länger als bei B (p < 0.0036), und war bei G erst nach 8 (4-10) Monaten abgeschlossen. Die Testosterontiter bei den 10 Monate alten B-Jungstieren unterschieden sich - bei grosser individueller Streuung - nicht signifikant von unkastrierten adulten Stieren. Die Analyse von Hodenrestgewebe ergab einen unvollständigen Kastrationserfolg für alle B-Tiere während die spät kastrierten K-Tiere vollständig kastriert waren. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse kann weder der Gummiring noch die Burdizzozange als Kastrationsmethode bei neonaten Stierkälbern vorbehaltlos empfohlen werden.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente
Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)

Merkli, M. (2006): Comparison of two bloodless castration techniques in young beef suckler calves. Inaugural-Dissertation Vetsuisse-Falultät, Universität Bern.

Merkli, M., Stauffacher, M., Doherr, M.D., Stoffel, M. Steiner, A. (2008): Comparison of two bloodless castration techniques in beef suckler calves. Veterinary J, accepted

Merkli, M. (2006): Comparison of two bloodless castration techniques in young beef suckler calves. Inaugural-Dissertation Vetsuisse-Falultät, Universität Bern.

Merkli, M., Stauffacher, M., Doherr, M.D., Stoffel, M. Steiner, A. (2008): Comparison of two bloodless castration techniques in beef suckler calves. Veterinary J, accepted