Die Dopingbekämpfung in der Schweiz beruht auf den 3 Säulen "Kontrollen", "Forschung" und "Information". Sie wird partnerschaftlich und sich ergänzend gemeinsam durch den Schweiz. Olympischen Verband (SOV) und das Bundesamt für Sport (BASPO) wahrgenommen. Für die erste Säule zeichnet hauptverantwortlich der SOV, für die anderen Säulen das BASPO.
Eine Schülerumfrage, welche 1994 durch das BASPO und die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA, Lausanne) durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass vor allem Schülerinnen und Schüler ab etwa 13 Jahren als Hauptzielgruppe für die Dopinginformation und -prävention in Frage kommen. Diese Altersgruppe betreibt ausserschulisch viel Sport, ist zu einem grossen Teil überzeugt, dass Doping die Leistung im Sport steigert, hat aber praktisch kein Wissen über Doping. Seit 1995 hat das BASPO deshalb verschiedene Informationsmittel erstellt. Die hauptsächlichen Zielgruppen sind dabei Athleten (mit dem Informationsmittel des Fächers), allgemein sportinteressierte Personen (Broschüre "Doping: Bekannt! Unbekannt?") und Schulen (Videofilm ab 13/14 Jahren, Begleitbroschüre, Lehrunterlagen für Lehrkräfte, Broschüre "Zur Zeit" für die Altersgruppe ab 10 Jahren). Zudem ist seit Beginn dieses Jahres eine Website mit der URL Adresse
www.dopinginfo.ch in Betrieb. Die Zielgruppen wurden zusammen mit nationalen und internationalen Partnern bestimmt, wie zum Beispiel einer Arbeitsgruppe des Europarates.
Diese Informationsmittel haben einigen Erfolg erzielt. So erhielt der Videofilm 1995 einen ersten Preis in Didaktik am internationalen Sportfilmfestival in Jacca, Spanien. Zudem war die Schweiz in einigen internationalen Arbeitsgruppen (Europarat, IOK) vertreten und auch andere Partner wie Luxemburg haben die schweizerischen Informationsmittel übernommen oder wollen sie in Zukunft anwenden (Nordrhein-Westfalen, Südtirol). Die Informations- und Lehrmittel basieren auf dem Erkenntnisstand vor einigen Jahren und einige Teile (Lehrordner) sind kurz vor dem Auslaufen der Auflage.