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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
2003.F.04
Projekttitel
Entsorgungsverhalten der Konsumenten von Batterien

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Entsorgungsverhalten
Batterien
Entsorgungsangebot
Verhaltenswirksamkeit
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die falsche Entsorgung von Abfällen durch die Bevölkerung führt zu erhöhten Kosten, wirkt sich negativ auf die öffentliche Ordnung aus und kann die Umwelt gefährden. Die Förderung und Optimierung des Recyclings gehört zu den ständigen Aufgaben der Abteilung Abfall. Von zentraler Bedeutung für eine zielgerichtete Problemlösung ist das Wissen um die Wirkung von normativen Informationen (Gebote und Verbote sowie rechtliche Konsequenzen) einerseits und von Sachinformationen über negative Konsequenzen der Falschentsorgung für Umwelt und Allgemeinheit anderseits. Zudem interessiert das Wissen über die Wirksamkeit unterschiedlicher Kommunikations- und lnformationsstrategien auf bestimmte Personengruppen. Hierzu wurden im abgeschlossenen Forschungsprojekt "Verhaltenswirksamkeit von Information im Bereich Abfall (Vertrag 2000.F.16)" bedeutsame Erkenntnisse gewonnen. Diese sind im Abschlussbericht des Erstprojekts dokumentiert.

In neuen Fortsetzungsprojekten sollen in dieser Richtung weitere Erkenntnisse gesammelt, aber auch der Aspekt der Möglichkeiten zur Verbesserung der Entsorgungsangebote und -logistik analysiert werden. Die Wirksamkeit unterschiedlicher Informationsmassnahmen und die prospektive Effizienz von Entsorgungsangeboten sollen mit Hilfe von Verhaltensexperimenten und sozialwissenschaftlichen Befragungen abgeklärt werden. Dabei werden z.B. in realen oder realitätsnahen Situationen unterschiedliche Informationstypen (normative Information und Sachinformation) positioniert, und es werden Bürger zu Entsorgungs- und Recyclingangeboten befragt, oder es wird die Menge des falsch entsorgten Abfallsbestimmt. Im Jahr 2003 sind mehrere derartige Projekte mit verschiedenen Auftraggebern vorgesehen (u.a. das AWEL Zürich und die Stadt Winterthur).

Ein besonderes Problem stellen die verbrauchten Haushalt-Batterien und -Akkumulatoren dar, deren Rücklauf zu den ordentlichen Sammelstellen unbefriedigend ist. Angestrebt wird eine Erhöhung der Rücklaufrate von gegenwärtig 60 auf min-destens 80 Prozent. Im vorliegenden Projekt soll experimentell festgestellt werden, mit welcher Art von Botschaften auf den Sammelboxen für Batterien der beste Sammelerfolg erzielt werden kann.
Projektziele
(Deutsch)
Die Beauftragte soll in einer zweistufigen Untersuchung feststellen, wie die Sammelboxen für Altbatterien in Verkaufsgeschäften am wirksamsten beschriftet werden sollen. In einer Vorstudie soll zunächst eine grössere Anzahl von Slogans hinsichtlich mehrerer Dimensionen (Witzigkeit, Höflichkeit, Kreativität, Informationsgehalt usw.) im Rahmen einer Befragung von Personen ausgetestet werden. Im zweiten Schritt sollen dann ausgewählte Slogans anhand des Verhaltens an der Sammelstelle auf Ihre Wirksamkeit getestet werden.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in einem Bericht zusammenzufassen. Dieser soll den Behörden (BUWAL, INOBAT) als Entscheidungshilfe bei der Wahl von Informations- bzw. Kommunikationsstrategien und auch für die Gestaltung der Entsorgungsangebote bzw. -logistik dienen. Der Auftraggeber kann die Ergebnisse des Berichtes in publikumsnaher Form veröffentlichen. Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Berichte steht der Beauftragten frei.