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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
2003.H.08
Projekttitel
Wirkungsgestützte ökotoxikologische Gewässerbewertung

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Ökotoxikologie
Gewässerschutz
Fliessgewässer
Bioanalytik
Schadstoffe
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Forderung nach einer Überwachung des ökologischen und chemischen Zustandes von Gewässern (siehe Gewässerschutzverordnung, 1998) erfordert die Entwicklung und Anwen-dung von effizienten, empfindlichen, kostengünstigen, aussagekräftigen und routinemässig einsetzbaren Analyseverfahren. Für die Bewertung von Fliessgewässern in der Schweiz liegt ein modulartiger Ansatz vor (Modul-Stufen-Konzept). Eines der Module soll die ökotoxikologische Bewertung erlauben. Das Modul Ökotoxikologie ist notwendig, da die (Langzeit-)Wirkungen von sehr vielen Schadstoffen auf Organismen und Ökosysteme nicht ausreichend bekannt sind. Effekte von Mischungen sind noch viel weniger untersucht.

Die EAWAG hat ein neues Konzept für eine ökotoxikologische Fliessgewässerbeurteilung ausgearbeitet (N. Schweigert et al. (November 2001): Vorschläge zur Vorgehensweise im Modul Ökotoxikologie). Die Kernidee des zweistufigen Konzeptes ist es, in einer ersten Stufe mit möglichst einfachen, kostengünstigen und schnellen Testverfahren eine grosse Anzahl von Wasserproben auf ihr Gefahrenpotential hin untersuchen zu können. Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass die Wasserproben auf alle heute relevanten toxischen Wirkmechanismen hin untersucht werden, womit in dieser ersten Stufe bereits chronische Wirkmechanismen berücksichtigt werden. Nur Wasserproben, die ein Gefahrenpotential aufzeigen, sollen in einer zweiten Stufe in umfangreicheren Langzeittests weiter untersucht werden.
Gesamtziel des Projekts ist einerseits ein Protokoll für die Probenahme. Andererseits sollen die Testsysteme der ersten Stufe etabliert und in anderen Labors einsetzbar sein. Zu jedem Testsystem sollen Protokolle erarbeitet werden. Zusätzlich sollen Bewertungsansätze zu den Testergebnissen geliefert werden.
In einem ersten Schritt wurden verschiedene Testsysteme etabliert und Einzelchemikalien, Mischungen von Chemikalien und Umweltproben untersucht (Microtox, YES, YAS, und Toxy-PAM), Genotoxtest). Erste vorläufige Resultate von Kläran-lagenausläufen und NEAT-Abwässer liegen vor. Die Resultate der Arbeiten zeigen aber auch, dass der Toxy-PAM-, und der Genotox-Assay noch optimiert werden müssen. Beim YES- und YAS-Assay sollte die Relevanz der Resultate geprüft werden. Beim Teratoge-nitätsters müssen die Zuchtbedingungen der Zebrafische noch verbessert werden, bevor mit der Test eingesetzt werden kann.
Projektziele
(Deutsch)
Das BUWAL beteiligt sich für zwei weitere Jahr an den Kosten der Machbarkeitsstudie.

Der YES- und YAS-Assay reagieren sowohl auf Agonisten wie Antagonisten. Daraus er-gibt sich die Möglichkeit von falsch negativen Resultaten. Zur Klärung der Relevanz der Resultate dieser Assays, soll an ausgewählten Umweltproben parallel zu den YES- und YAS-Assays entsprechende Rezeptorbindungs-Assay mitgeführt werden.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Die Resultate der Machbarkeitsstudie sind in einem Bericht zusammengefasst. Viele der eingesetzten Biotests liefern zuverlässige Resultate. Andere müssen noch angepasst werden. Zudem muss geprüft werden, welche zusätzlichen Tests für eine verlässliche Beurteilung der ökotoxischen Belastung von Gewässern noch aufgenommen werden sollten bevor die Methodik als Teil des Modul Stufen Konzepts breit eingesetzt werden kann.