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Unité de recherche
OSAV
Numéro de projet
1.03.11
Titre du projet
Seroprevalence and importance of anaplasmosis in Switzerland with special consideration of the canton Grison
Titre du projet anglais
Seroprevalence and importance of anaplasmosis in Switzerland with special consideration of the canton Grison

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Objectifs du projet
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Publications / Résultats
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
A. marginale, Babesia, Theileria, M.wenyonii, anemia, PCR, hematology, hematocrit, inclusion bodies, microscopy, ticks, transmission.
Description succincte
(Allemand)
Im August 2002 ist in einem Rinderbestand im Kanton Graubünden eine schwerer Fall von Anaplasmose aufgetreten, in dessen Folge gegen 300 Kühe getötet werden mussten. Neben A. marginale wurden in den erkrankten Kühen Vertreter von Babesia spp., Theileria spp. und M. wenyonii nachgewiesen. Da bislang unklar ist, ob und in welchem Ausmass A. marginale und die andern Erreger in der Schweiz vorkommen, hat das vorliegende Projekt zum Ziel, das Vorkommen von A. marginale und der andern Erreger in der Schweiz abzuklären. Zu diesem Zweck sollen die Kühe in der Umgebung des Betriebs, wo der Anaplasmosefall auftrat, im Kanton Graubünden und in der übrigen Schweiz bezüglich des Vorkommens der A. marginale-Infektion serologisch untersucht werden. Ferner soll ein Western Blot Verfahren etabliert werden, mit dem im ELISA positive und fraglich-positive Proben bestätigt werden können. Weitere Ziele des Projektes sind die experimentelle Reaktivierung von A.marginale in seropositiven Kühen durch Splenektomie, der Vergleich der bei uns nachgewiesenen Isolate mit jenen des Auslandes durch Nukleotidsequenzvergleich sowie die Durchführung einer Uebersichtsuntersuchung  über das Vorkommen der genannten Erreger in Zecken. Das hier vorliegende Gesuch ist das erste von 2 Teilprojekten zu diesem Thema. Der 2. Teil wird in den ersten Monaten des Jahres 2003 dem BVET eingereicht.  
Objectifs du projet
(Allemand)
Ziel dieses Subprojekts ist die Abklärung, ob und falls ja mit welcher Häufigkeit die A. marginale Infektion in der Umgebung des Betriebs Mehli, dem Kt. Graubünden und in der übrigen Schweiz vorkommt. Ferner soll dieses Subprojekt die Grundlage liefern zur Abklärung, welche Rolle allenfalls den andern bei den Kühen des Herrn Mehli nachgewiesenen Erregern zukommt oder ob es sich beim Fall Mehli um ein aus dem Ausland importiertes Geschehen handelte . Bisher wurden nur einzelne Krankheits-fälle in der Schweiz beschrieben, und es stellt sich die Frage, ob mehr dahintersteckt als bisher angenommen. Mit diesem Subprojekt soll die Grundlage geschaffen wer-den, die es den Gesetzgebern und Tierärzten erlaubt, Entscheidungen über Strategi-en und Ausmasse adäquater Bekämpfungsmassnahmen zu treffen, sowie Überwa-chungsprogramme zu konzipieren.
Um über die A. marginale Situation Klarheit zu gewinnen, sollen sowohl Proben der Betriebe der Region Chur und Puschlav (von wo im Juli 2002 rund 15 Tiere in den Betrieb Mehli überführt worden waren) sowie repräsentative Stichproben der Betriebe des Kantons Graubünden, und von Betrieben der übrigen Schweiz bezüglich Anti-körper gegen A. marginale untersucht werden. Um einen Überblick auch in zeitlicher Hinsicht zu erhalten, sollen in einem ersten Schritt Proben aus dem Jahr 1998 und daraufhin Proben der aktuellen Zeit getestet werden. Dies kann anhand der beste-henden Serumbank und von im Jahre 2003 zu entnehmenden Blutproben mit dem kompetitiven ELISA-Test bestimmt werden.
Zur Berechnung des Stichprobenumfanges sind folgende Annahmen zu treffen:
- die Zahl der adulten Kühe in der Schweiz: 715 000
- die Parameter des Tests: angenommene diagnostische Sensitivität 96%,
  angenommene Spezifität 95%
- die Fehler erster und zweiter Ordnung: a=5%, ß=20%
- der Prävalenzbereich, für den die Stichprobengrösse aussagekräftig ist.
Im vorliegenden Fall wird eine Seroprävalenz zwischen 5 und 20 % erwartet; es müssen daher mindestens 213 Proben von Graubünden und ebenso viele der Be-triebe der restlichen Schweiz untersucht werden. Bei bis zu 13 positiven Proben wäre noch davon auszugehen, dass die Seroprävalenz unter 5 % liegt. Um niedrigere Prä-valenzen erkennen zu können, müsste man den Stichprobenumfang entsprechend vergrössern.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen mit Hilfe spezieller Software auf der Landkarte der Schweiz grafisch dargestellt werden.

Subprojekt 2
In den bisherigen ELISA Untersuchungen zeigte sich, dass gegen 50% der Kühe des Bestandes Mehli und zwischen 1.4 und 4.8% der aus verschiedenen Gegenden der Schweiz, von gesunden Kühen stammenden Proben für A. marginale seropositiv sind. Die positiven Resultate im Bestand Mehli sind zweifellos korrekt positiv, da bei diesen Tieren ja der Erreger sowohl mikroskopisch als auch mittels PCR nachgewie-sen wurde. Bei den von gesunden Kühen gewonnenen Proben ist die Aussagekraft der positiven Resultate weniger klar, da sich der Anteil der positiven Proben in der Grössenordnung der diagnostische Spezifität (96%) bewegt. Hier liegt also eine typi-sche Problemstellung des prädiktiven Wertes eines positiven Resultates bei geringer Prävalenz vor (Lutz and Winkler, 1995). Um abzuklären, ob es sich hier um korrekt oder falsch positive Proben handelt, erscheint es dringend notwendig, die im ELISA positiven sowie fraglich-positiven Proben mit einer zweiten, auf einem andern Prinzip basierenden Methode zu untersuchen. In vorliegenden Fall erscheint uns der We-stern Blot als sehr geeignet, da dieses Verfahren hochempfindlich ist und die Erken-nung von Antikörpern erlaubt, die spezifisch gegen die wichtigen Komponenten von A. marginale gerichtet sind. Unser Labor verfügt seit mehr als 20 Jahren über Erfah-rung mit der Charakterisierung von Antikörpern gegen komplexe Antigenmischungen mittels GEDELISA und Western Blot ((Lutz et al., 1979; Lutz H., 1987), weshalb wir meinen, dass mittels Western Blot die Spezifität der Anitikörper dieser Rinderproben charakterisiert werden kann. Wir haben von Dr. K.Kocan, die über grosse Erfahrung mit der Züchtung von A. marginale in Zeckenzellkulturen verfügt (Kocan et al., 1996; Blouin et al., 1998; Blouin et al., 2002; Bowie et al., 2002), mit A. marginale infizierte Kulturen sowie nicht infizierte Kontrollen erhalten, die kürzlich in einem Western Blot eingesetzt werden konnten. In Abb. 1 sind die Resultate des ersten, am 20.12. fertig-gestellten Western Blots dargestellt. Es wird deutlich, dass im Serum einer im cELI-SA positiven Kuh aus dem Betrieb Mehli, Antikörper vorhanden sind, die antigene Banden mit einem Molekulargewicht in der Grössenordnung von 90'000, 50'000 und 25'000 Dalton erkennen. Dies entspricht ziemlich genau dem Bandenmuster, wel-ches bei A. marginale Isolaten aus Florida und Illinois gefunden wurde (Adams, Smith, and Kuhlenschmidt, 1986). Wir sind überzeugt, dass es uns gelingen wird, mittels des Western Blot Verfahrens und den uns bereits zur Verfügung stehenden Antigen, die im cELISA fraglich positiven und positiven Proben bezüglich der Richtig-keit des ELISA Resultates zu bestätigen. Es ist vorgesehen, dass sämtliche im ELI-SA fraglich positiven und positiven Resultate der gesunden Kühe mit diesem We-stern Blot untersucht werden. Es dürfte sich dabei um etwa 100 Seren handeln. Von Mitarbeitern des BVET wurde vorgeschlagen, dass einzelne Proben an ein externes Labor zur Bestätigung geschickt werden sollen. Dem stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber, vertreten aber die Meinung, dass dies lediglich zur Qualitätskontrolle ge-schehen sollte. Da anzunehmen ist, dass die Anaplasmose auch in Zukunft korrekt diagnostiziert werden muss, sollten wir in der Schweiz unbedingt über das know-how zur Durchführung und Beurteilung eines Western Blots selbst verfügen.
 
Publications / Résultats
(Anglais)

Dreher, U.M., Hofmann-Lehmann, R., Meli, M.L., Regula, G., Cagienard, A.Y., Stärk, K.D.C., Doherr, M.G., Filli, F., Hässig, M., Braun, U., Kocan K.M., Lutz H. (2005) Seroprevalence of anaplasmosis among cattle in Switzerland in 1998 and 2003: No evidence of an emerging disease. Veterinary Microbiology 107, p. 71-79

Dreher, U.M., de la Fuente, J., Hofmann-Lehmann, R., Meli, M.L., Pusterla, N., Kocan, K.M., Woldehiwet, Z., Braun, U., Regula, G., Staerk, K.D.C., Lutz, H. (2005): Serologic Cross-Reactivity between Anaplasma marginale and Anaplasma phagocytophilum. Clinical and Diagnostical Laboratory Immunology, Vol. 12, No. 10, p. 1177-1183