ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
SECO
Projektnummer
2000-WP-IW-2
Projekttitel
Der gesamtwirtschaftliche Nutzen der Normung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
Anzeigen
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-
Publikationen / Ergebnisse
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Normen, Normierungstätigkeit
Schlüsselwörter
(Englisch)
economic and technical standards
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Ermittlung und - soweit möglich - Quantifizierung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens der Normungstätigkeit. Ausweitung einer Untersuchung des deutschen Instituts für Normung (DIN) auf die Schweiz
Projektziele
(Deutsch)
Erarbeitung von Entscheidgrundlagen für die Normungspolitik, Versachlichung der wirtschaftspolitischen Diskussion in diesem Bereich
Abstract
(Deutsch)
1. Gegenstand und Zielsetzung

Gegenstand der Studie ist die Untersuchung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens der Normungstätigkeit. Anhand mehrerer Themenkomplexe wird die Rolle der Normung in der schweizerischen Volkswirtschaft näher ausgeleuchtet. Dabei werden auch Empfehlungen zur Verbesserung der Normungspraxis angeführt.

2. Aufbau

Die Studie setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen. Ein Beitrag des FhG-ISI analysiert mittels makroökonomischer Daten den Zusammenhang zwischen technischem Wandel und Normung und den Einfluss auf den Aussenhandel der Schweiz. In einem Beitrag des IDT-HSG werden anhand einer Unternehmungsbefragung sowie von Expertengesprächen die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der Normungstätigkeit aus einer mikroökonomischen Sichtweise untersucht. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, welche quantitativen und qualitativen Wirkungen die Normung in den verschiedenen Bereichen des Wirtschaftssystems der Schweiz entfaltet.

3. Ergebnisse

3.1 Normung und Gesamtwirtschaft:
Die Normung entfaltet sowohl aus gesamtwirtschaftlicher als auch aus einzelbetrieblicher Sicht eine positive Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Die höchsten Nutzenwirkungen werden Normen von den Unternehmen im Bereich des Informationsaustausches und der Sicherheit eingeräumt.
Eine Quantifizierung von Nutzen- und Kosteneffekten fällt indessen schwer. Dies u.a. deshalb, weil sich die Normung zu einem integralen Bestandteil des Produktionsprozesses entwickelt hat, der vielerorts aus dem Wirtschaftsalltag nicht mehr wegzudenken ist.

3.2 Normen als öffentliches Gut:
Von den weitreichenden Effekten der Normung sind neben den Unternehmen verschiedene gesellschaftliche Anspruchsgruppen betroffen. Ihre Interessen sind nicht durchwegs deckungsgleich. Durch ihre breiten Nutzeneffekte, insbesondere im Sicherheits-, Umwelt- und Gesundheitsbereich, werden zudem zentrale Aspekte des öffentlichen Interesses tangiert.
Empfehlungen: Bei Normungsprojekten ist die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ins Zentrum zu rücken. Wettbewerbs- und Schutzaspekte sind als ergänzende Zielsetzungen der Normung zu begreifen; ein Interessenausgleich ist anzustreben. Eine Erhöhung des qualitativen Standards der Normen in Bezug auf Sicherheits- und Qualitätsanliegen unterstützt die Innovationsfähigkeit der Unternehmen und eröffnet im Exportbereich neue Marktchancen.

3.3 Normung und Aussenhandel:
Der Normung kommt zentrale Bedeutung zu im Aussenhandel. Grundsätzlich sind internationale Normen für eine kleine offene Volkswirtschaft positiver als originär nationale; auch letztere sind indessen einem normenlosen Zustand vorzuziehen. Auch ist der Ersatz nationaler durch internationale Normen grundsätzlich handelsfördernd.
Empfehlungen: Es gilt entsprechend, u.a. das Bewusstsein für das strategische Potential der internationalen Normung zu erhöhen, die Beteiligung an Normungsprojekten auf internationaler und europäischer Ebene zu stärken und eine Konzentration auf Normungsfelder mit hohem Innovationspotenzial anzustreben.

3.4 Normung und technischer Wandel:
Normen sind ein wichtiges Instrument zur Diffusion von Innovationen; in innovativen Feldern werden zugleich stärker neue Normen entwickelt. Das strategische Potenzial der Normen im Innovationsprozess wird indessen noch unzureichend erkannt. Das schweizerische Normenwerk ist den Bedürfnissen des technischen Wandels angepasst.
Empfehlungen: Sich verkürzende Entwicklungszyklen verlangen eine frühzeitige Anbindung der Normen an den Innovationsprozess und eine Stärkung der entwicklungsbegleitenden Normung. Normungsarbeit ist vermehrt als Strategiearbeit wahrzunehmen, die entscheidend zum Markterfolg beitragen kann.
Das Normenwerk ist nach zwei Seiten dynamisch zu entwickeln und schlank zu halten: Technische Veränderungen sind durch die entwicklungsbegleitende Normung frühzeitig ins Normenwerk zu integrieren. Bestehende Normen - speziell in Technologiebereichen mit kurzen Entwicklungszyklen - sind regelmässig auf ihre Aktualität zu überprüfen und allenfalls zurückzuziehen. 
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Entscheidgrundlagen für die Normenpolitik
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
"Aussenwirtschaft" (vorgesehen)