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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
44255
Projekttitel
Ergänzende Windmessungen Gütsch

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0034;Wind
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Validierung des Windmodells des Swiss Center for Scientific Computing
Aufbau des Monitorings der Windenergieanlage Gütsch
Messung der Vereisungsverhältnisse
Schlussbericht
(Deutsch)
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Resultate der im Frühjahr 2002 am Standort Gütsch durchgeführten zusätzlichen Windmessungen. Einerseits wurde eine Messung mit einem beheizten Schalenkreuzanemometer am Mast von MeteoSchweiz durchgeführt. Zusätzlich wurde am gleichen Mast ein unbeheiztes Anemometer installiert. Schliesslich wurde am Standort der Windkraftanlage eine SODAR-Messung gemacht.Der Vergleich der MeteoSchweiz-Daten mit der Anemometermessung zeigt, dass die Messung von MeteoSchweiz die Windgeschwindigkeit um ca. 1.5 m/s über-schätzt, und dass Werte unter 3.5 m/s falsch erfasst werden. Zudem kann ein sys-tematischer Fehler in der Windrichtung festgestellt werden. Die SODAR-Messung lieferte ca. 10% tiefere Windgeschwindigkeiten als die Ane-mometermessung. Diese Differenz ist zu gross als dass sie nur auf den unter-schiedli-chen Standort zurückgeführt werden könnte. Die Differenz ist einerseits auf den Unterschied zwischen skalarer (Anemometer) und vektorieller (SODAR) Mitte-lung zurückzufüh-ren. Andererseits führen die grossen Turbulenzen im Gebirge dazu, dass auf Grund der mechanischen Trägheit mit einem Anemometer zu hohe Windgeschwindigkeiten gemessen werden (Overspeeding).Die Betrachtung der vertikalen Windprofile zeigt, dass bei Nord- und Süd-wind zwei verschiedene Windregimes vorliegen: Bei Nordwind kann im Mittel der Windge-schwindigkeiten eine Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe festgestellt werden. Bei Südwind dagegen bleibt die Windge-schwindigkeit mit zunehmender Höhe konstant oder nimmt sogar ab.Die Profile verändern bei zunehmender Windgeschwindigkeit ihre Form: Bei niedri-gen Windgeschwindigkeiten liegt sowohl bei Süd- als auch bei Nordwind eine Zu-nahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe vor. Wird die Windgeschwindigkeit grösser, nimmt bei Nordwind der Windgeschwindigkeit mit der Höhe weiter zu, wäh-rend bei Südwind eine Abnahme festzustellen ist. Die Resultate decken sich qualitativ wie quantitativ relativ gut mit den im Projekt FACTs ( Fluid-Dy-namics-Model) erhaltenen Resultaten. Es bestätigt sich, dass im Gebirge nicht mit einem exponentiellen Windprofil gerechnet werden darf.Die Korrelation der Anemometermessung mit der SODAR-Mes-sung zeigt, dass aus einer Messung auf 10 m langfristige Mittelwerte auf Naben-höhe gewonnen werden können. Wegen der grossen Turbulenz ist die Be-rechung einzelner 10-Minuten-Mittelwerte ungenau. Um genauere Er-gebnisse zu erzielen, müssen weitere Erfah-rungen über den Zu-sammen-hang zwischen den beiden Messverfahren gewonnen werden.Die Messung von Vereisungsperioden anhand des Vergleichs eines beheizten und eines unbeheizten Anemometers zeigt, dass die Vereisungsgefahr aus Temperatur- und Taupunktmessung im Projekt FACTs relativ gut abgeschätzt wurde.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
METEOTEST

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Cattin,René
Zugehörige Dokumente